Inhaltsverzeichnis |
Was ist die Systematik
Die biologische Systematik, als Teil der allumfassenden Taxonomie (Der Ordnung aller bekannten Gegenstände), beschäftigt sich mit der Benennung, Ordnung und stammesgeschichtlichen Gliederung der gesamten Fauna auf unserem Planeten. Dabei ist die biologische Systematik nicht als feststehendes Konstrukt zu verstehen; Sie ist ständigen Ergänzungen, Änderungen und Korrekturen unterworfen.
Wozu eine Systematik?
Ohne eine eindeutige Gliederung käme es zu ständigen Verwechslungen und Missverständnissen. Eine eindeutige Zuordnung wäre nicht möglich.
Einfaches Beispiel: Chamäleons sind Reptilien.
Das dĂĽrfte nahezu jedem bekannt sein, und doch bereits ein einfacher Erfolg der Systematik.
Ohne den Namen Furcifer pardalis jemals gehört zu haben fiele die Einordnung für den ungeübten Anfänger allerdings schon schwer, oder wie wollte man ausschliessen dass es sich dabei nicht doch um eine Zimmerpflanze handelt.
Geschichte und Entwicklung der Systematik
Bereits Aristoteles (384 v. Chr. - 322 v. Chr.) ordnete Tiere rudimentär nach Ihrer Primitivität und Entwicklung ein . Dabei unterschied er grundsätzlich blutleere und blutführende Lebewesen, die heutigen Wirbellose und Wirbeltiere. Vermutet wird dass Aristoteles Ziel nicht die Taxonomie als solche, sondern die Klassifizierung der Lebewesen anhand charakteristischer Merkmale war.[1]
Die uns heute noch geläufige Systematik, deren geistiger Vater Carl von Linné war, hatte die Aufgabe sämtliche Tiere bis auf Ihren Stamm aufspalten und entsprechend eingliedern zu können.
Carl von Linné führte im 18. Jahrhundert eine eindeutige Benennung der tierischen und pflanzlichen Arten nach einem künstlichen System ein. Von Linné ging, auf die Schöpfungsgeschichte stützend, von der Unveränderlichkeit der Arten aus. Dieses System wurde jedoch mit der Anerkennung der Evolutionstheorie von Charles Darwin als nicht mehr haltbar erkannt, und auch nicht mehr eingesetzt. Die binäre Nomenklatur (Gattung Art Unterart) nach Carl von Linné wird jedoch heute noch von uns benutzt.
Mittlerweile beschäftigt sich die Systematik nicht nur mit der eindeutigen namentlichen Gruppierung, sondern vielmehr auch mit dem verwandtschaftlichen Verhältnis und der Abstammung der Tiere unter- und zwischeneinander (Phylogenese).[2]
Unterteilungen innerhalb der Systematik
Die grobe Nomenklatur der Systematik mit Beispiel eines Trioceros jacksonii jacksonii, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
| deutsche Bezeichnung | lateinische Bezeichnung | Beispieltier |
|---|---|---|
| Reich | Regnum | Tiere |
| Unterreich | Subregnum | Vielzeller |
| Stamm | Phylum | Chordatiere |
| Unterstamm | Subphylum | Wirbeltiere |
| Klasse | Classis | Kriechtiere |
| Ordnung | Ordo | Schuppenkriechtiere |
| Unterordnung | Subordo | Sauria (Reptilien) |
| 2. Unterordnung | Subordo | Iguania (Leguanartige Echsen) |
| Familie | Familia | Chamaeleonidae (Chamäleons) |
| Unterfamilie | Subfamilia | Chamaeleoninae (echte Chamäleons) |
| Gattung | Genus | Trioceros |
| Untergattung | Subgenus | |
| Art | Species | Trioceros jacksonii |
| Unterart /Rasse | Subspecies | Trioceros jacksonii jacksonii |
Für den Chamäleonhalter wichtige Teile der Systematik
Sämtliche uns bekannten Chamäleons gehören zu der Ordnung der Iguania; Also den Reptilien. Dort gehören Sie den der Leguanartigen Echsen an und bilden innerhalb dieser Unterordnung eine eigenständige Familie, die Chamaeleonidae - Chamäleons. Diese wiederum lässt ist in zwei Unterfamilien aufteilen: In die Chameleoninae (Echte Chamäleons) und die Brookesiinae (Stummelschwanzchamäleons).
Für eine Übersicht der aktuellen Aufteilung innerhalb Familie der Chamäleons siehe unter: Systematische Ordnung der Chamäleons
WeiterfĂĽhrende Links
Biologische Systematik auf Wikipedia
Systematik und Entomologie
Quellen
http://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles
http://de.wikipedia.org/wiki/Systematik_%28Biologie%29


Diskussion
Diskussion