Chamäleons sind hervorragende Kletterer, was wohl daran liegt, dass sie sich auch in freier Natur vorwiegend in Bäumen und Sträuchern aufhalten und jagen. Dabei helfen vor allem die in Zweier- bzw. Dreiergruppen zusammengewachsene Fingerglieder, die alle Krallen tragen (manche Erdchamäleonarten haben auch Krallen mit zwei Spitzen) und durch ihre Form wie Zangen fungieren können. Dabei hat das Chamäleon vorne außen drei und innen zwei Finger, an den Hinterbeinen ist es umgekehrt. Dadurch sind diese Reptilien auch in der Lage, sich fest an Äste klammern zu können, aber auch Seile, Kabel uä. sind für sie kein Hindernis. Aber auch glattere Wände (Mauern, Holz) sind für sie oft kein Hindernis, denn mit Hilfe ihrer Krallen und dem sich festklammernden oder abstützenden Schwanz verblüffen sie immer wieder. Eine weitere Unterstützung der Fortbewegung ist der lange Schwanz, der nicht nur zum Festhalten dient, sondern mit dem das Tier beim Herum- oder Herunterklettern diesen als "Sicherheitsleine" leicht um den Ast legt und so nachschlefit. Im Notfall werden die Muskeln im Schwanz blitzschnell angespannt und dadurch ist der sichere Halt gegeben oder ein Absturz wird dadurch meist verhindert. Der Schwanz dient aber auch oft als Kletterhilfe beim Hinaufklettern, denn oft nützt das Chamäleon diesen als "5. Bein", indem er sich damit abstößt oder nach oben drückt. Weiters weist der Schwanz an der Unterseite spezielle Hautstrukturen auf, mit denen es - je nachdem, wie stark es dagegendrückt - mehr oder weniger Halt durch den Schwanz hat.
Sind sie auf der Jagd oder fühlen sie sich bedroht, bewegen sie sich tief geduckt die Äste entlang oder, was sehr markant ist - sie bewegen sich langsam vorwärts, wobei sie zur Tarnung eine leichte Wippbewegung nach vorne und nach rückwärts machen, wohl nachempfunden dem Wiegen der Blätter im Wind.
Obwohl die meisten Chamäleonarten bevorzugt auf Sträuchern und Ästen unterwegs sind, scheuen sie nicht davor zurück, (auch größere) Strecken auf dem Boden zurückzulegen. Dabei wirken diese Tiere nicht so geschickt. Die Beine bewegen sich bei der Fortbewegung gegengleich (d.h. linkes Vorderbein gleichzeit mit rechtem Hinterbein), der Schwanz ist meist (als Zeichen der Unsicherheit?) waagrecht nach hinten gestreckt oder leicht nach unten und berührt mit dem Ende den Boden. Wenn es sich sicher fühlt, wird der Schwanz meist nach oben gebogen und senkrecht in die Höhe gestreckt - wenn es möglich ist, versucht das Chamäleon mit dem Schwanz seitlich einen Kontakt (Wand, Gegenstände) herzustellen.
Chamäleon können sowohl in ihren Pfoten, als auch mit ihrem Schwanz eine enorme Kraft entwickeln, was sie auch beim Klettern immer wieder unter Beweis stellen.
Vollständigkeitshalber soll noch angemerkt werden, dass Chamäleons (zumindest einige Arten) sich auch im Wasser recht wohl fühlen und schwimmen können, zumindest existieren Videos, wo man Panther-Chamäleons im Wasser schwimmend beobachten kann.


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