François Marie Daudin (* 25.03.1774 in Paris; † 1804 Paris) war ein französischer Zoologe.
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Kurzbiografie
Françoise-Marie Daudin, am 24. oder 25. März 1774 in Paris geboren, war ein verheißungsvoller französischer Amateurnaturforscher, der dennoch eine tragische Karriere hatte. Eine Krankheit in der Kindheit, lähmte seine Beine und so widmete er sich schon in frühem Alter, der Physik und der Naturgeschichte, welche letztendlich überwiegte. Es war eine Zeit, in der es in Frankreich, sowohl politisch, als auch wissenschaftlich heiß herging. Georges Buffon war 1788 gestorben und jetzt wagte es die Linnaeische Opposition, welche alle Organismen nach binominalen Prinzipien zu klassifizieren versuchte, in Erscheinung zu treten. Während und sofort nach der französischen Revolution wurden, durch L.-J.-M Daubenton (1784), B.-G.-É. de Lacepède (1788-1889), P.-J. Bonnaterre (1789-1790), sowie C.-N.-S. Sonnini und P.-A. Latreille (1801), wichtige herpetologische Abhandlungen in Paris veröffentlicht, aber die umfassendste unter ihnen war jene von Daudin.
Daudin's erstes Hauptwerk, "Traite Élementaire et Complet d'Ornithologie" (1800), war das erste echte Handbuch über Vögel, welches die Systematik Linné's mit der Naturgeschichte Buffon's verband und die Anatomie sowie auch die Physiologie miteinbezog. Das größere Interesse Daudin's galt allerdings der Herpetologie und in seinen wenigen verbleibenden Jahren, veröffentlichte er drei unterschiedliche Arbeiten auf diesem Fachgebiet. Seine Frau, Adele Daudin, assistierte ihm bei seiner Arbeit und war auch für den Großteil der Illustrationen verantwortlich. Aber seine Bücher waren keine kommerziellen Erfolge und das führte, verbunden mit persönlichen finanziellen Problemen, zu Verzweiflung. Die Daudins starben schließlich, Anfang 1804 in Paris, an Tuberkulose, er nur ein paar Wochen nach seiner Frau. Françoise-Marie Daudin wurde nicht ganz 30 Jahre alt.
Das erste herpetologische Buch Daudin's, geschrieben nach demselben Prinzip wie seine "Ornithologie", ist wenig bekannt und wurde nie vollendet. "Histoire Naturelle des Quadrupèdes Ovipares" (1800) sollte aus bis zu 30 Teilen bestehen, jeder mit sechs Tafeln und Begleittext, erschienen sind aber nur die ersten beiden Teile über Frösche. Wirtschaftliche Umstände unterbrachen damals die Veröffentlichung, aber der Text und die Tafeln wurden später in seinem weniger aufwändigen, aber dennoch respektablen Bericht über die Frösche, "Histoire Naturelle des Rainettes, des Grenouilles et des Crapauds" (1802), wiederverwendet, welches sowohl in Quarto als auch in Folio Ausgaben, mit 38 Tafeln (entweder handbemalt oder unkoloriert) veröffentlicht wurde.
Daudin's umfassendeste herpetologische Arbeit und diejenige, auf welcher sein Ansehen ruht, war die "Histoire Naturelle, Générale et Particulière des Reptiles" (1801-1803), in acht Bänden mit 100 Tafeln, erhältlich in Ausgaben mit handbemalten oder unbemalten Tafeln, oder beiden. Eine Neuauflage, in welcher, in den meisten Bänden, die Art zurückgesetzt wurde, wurde später veröffentlicht. Dieses Buch, Teil der sogenannten Sonnini Ausgabe der Enzyklopädie Buffon's, war das herpetologische Standardnachschlagewerk jener Tage und wurde sogar durch missgönnende Kritiker wie Georges Cuvier anerkannt. Es wurde erst durch die "Erpétologie Générale", von A.-M.-C. Duméril und Gabriel Bibron (1834-1854), abgelöst.
Daudin gab an, dass er für dieses Buch mehr als 1100 Exemplare von 517 Arten untersucht hatte, die dreifache Menge als Graf de Lacepède 25 Jahre zuvor. Seine Gattungen waren gut definiert, besser als Lacepède's oder diejenigen in Sonnini's und Latreille's "Histoire Naturelle des Reptiles", aber sie hatten noch keine natürliche Ordnung, etwas, dass für die Gattungen von Reptilien vor Duméril und Bibron nicht vorkam. Neue und vertraute Gattungen - zum Beispiel Eryx, Python, Bungarus, Lachensis, Erpeton und Ophisaurus - wurden von Daudin benannt und oft zitiert, aber einige wurden von ihm schon früher, in pariser Fachzeitungen, beschrieben. Trotz seiner persönlichen Behinderung und der Tatsache, dass er ein Amateur und kein offizielles Mitglied der akademischen Gemeinschaft war, gelang es Daudin noch in seinen zwanziger Jahren, einen der großen Klassiker der Herpetologie hervorzurufen.
Bestimmte Chamäleonarten
valide Arten
- Chamaeleo senegalensis (DAUDIN, 1802)
synonyme Arten
- Chamaeleo vulgaris (DAUDIN, 1802) n. substit.für Lacerta Chamaeleon (LINNAEUS, 1758)
Ihm zu Ehren benannte Arten
Reptilien
Amphibien
- Ceratophris daudini (CUVIER, 1829)
- Dendrobates tinctorius var. daudini (STEINDACHNER, 1864)
- Dendrohyas arborea var. daudinii (GINSTEL, 1868)
- Hyla daudini (LUTZ, 1973)
- Smilisca daudinii (COPE, 1871)
- Pelodytes daudini (BOSCÁ, 1880)
- Rana daudini (MERREM, 1820)
Literatur
- Daudin, F. M. (1802). Histoire des Caméléons. Histoire naturelle générale et particuliére des Reptiles. An. X, 4: 179-220.
Links
The Reptile Database/DAUDIN 54 Arten


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