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Gicht

Inhaltsverzeichnis

Gicht bei Chamäleons

Definition

Gicht ist eine in Schüben verlaufende Stoffwechselstörung, bei der sich Abbauprodukte der Nahrungs - Eiweiße im Körper ablagern.


Ursachen

Als Ursachen gelten

  • FlĂĽssigkeitsmangel ( durch fehlende Trinkmöglichkeit, zu trockene Haltung ),
  • Ăśber – und Fehlernährung ( zu fett – und proteinreich ),
  • Vorerkrankungen der Niere,
  • Stoffwechselstörungen und
  • Vitamin A-Mangel.

Beispiele für eine zu hohe Proteinzufuhr sind unter Umständen Wachsmaden, Mehlwürmer und Rosenkäferlarven, die zwar als sporadisch gereichtes Zusatzfutter gegeben werden können, aber in zu großen Mengen schädlich sind. Näheres dazu in der Rubrik Ernährung.

Als Abbauprodukt der Proteine entsteht Harnsäure. Diese wird normalerweise vom gesunden Tier ausgeschieden. Durch eine zu geringe Wasseraufnahme ist die Ausscheidungsrate jedoch herabgesetzt und die Harnsäure setzt sich in kristalliner Form im Körper ab – in den Gelenken und auch auf Häuten, die die inneren Organe (Niere, Lunge, Leber, Herz) bedecken ( Eingeweidegicht ).


Symptome

Man erkennt eine Verdickung eines oder mehrerer Gelenke, besonders der Extremitäten(durch die Ablagerung von Harnsäurekristallen ). Daraus resultieren Schmerzen, Gelenkentzündungen und eingeschränkte Mobilität. Die Eingeweidegicht lässt oft bis zum Tod des Tieres keine spezifischen Symptome erkennen.


Diagnostik

Ein reptilienkundiger Tierarzt führt eine Anamnese durch und untersucht eine Blutprobe auf einen erhöhten Harnsäurespiegel und andere Stoffwechselentgleisungen. Eingeweidegicht lässt sich auch durch eine Sektion des verstorbenen Tieres nachweisen.

Therapie / Pflege

Meist wird Allopurinol als Dauertherapie verabreicht. Dieses Medikament senkt durch ein Enzym die Harnsäurekonzentration im Blut. Es wird weniger Harnsäure und dafür mehr von einer ihrer Vorstufen, dem wasserlöslichen Xanthin, gebildet. Dieses kann leichter ausgeschieden werden.

Wichtig ist eine ausreichende Trinkwasserversorgung um eine hohe Ausscheidungsrate zu erreichen. Außerdem muss die Ernährung des Tieres nach Vorgabe des Tierarztes optimiert werden.

Folgeschäden / Komplikationen

Es kann zu Nierenversagen und somit zum Tod des Chamäleons kommen.


Prognose

Diese Erkrankung ist nicht heilbar, deren Fortschreiten kann aber durch eine medikamentöse Senkung des Harnsäurespiegels verlangsamt werden.