Hier folgt eine Kurzübersicht über Fachbegriffe. Detailliertere Texte sind entsprechend verlinkt.
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0.1 / 1.0 / 007?
Oft sieht man Bezeichnungen wie: 1.0 Furcifer pardalis oder 1.1 Chamaeleo calyptratus - Das bedeutet nichts anderes als die Anzahl der Tiere eines bestimmten Geschlechts, wobei die Zahl vor dem Punkt die männlichen, die nach dem Punkt die weiblichen Tiere angibt. Zahlen nach einem optionalen zweiten Punkt geben Tiere mit unbestimmten Geschlecht an (meist Jungtiere)
A
adult
Adult bedeutet geschlechtsreifes und erwachsenes Tier. (siehe auch juvenil und semiadult)
Amphigonia retardata
Samenspeicherung, verzögerte Befruchtung
Amplexus
Umklammerung des Weibchens durch das paarungsbereite Männchen
arboricol
Arboricol bedeutet kletternd. Echsen, die überwiegend auf Bäumen oder Sträuchern leben.
arid
Arid bedeutet trocken - d.h. bei diesem Klima ist die Verdunstung während des Jahres größer als die Niederschlagsmenge (Trockengebiet).
B
Beimpfter (lebendiger) Bodengrund
Darunter versteht man Bodengrund, der durch Kleinstlebewesen einen Mikroorganismus bildet. Der Mikroorganismus arbeitet als Putzkolonne, die Kleinstlebewesen fressen heruntergefallene Blätter oder verstorbene Futtertiere, sowie Kot und andere Verunreinigungen. Außerdem hilft ein solcher Bodengrund Schimmel und andere Keimherde auf der Oberfläche zu vermeiden, da die Kleinstlebewesen die Erde durch aufwühlen in "Bewegung" halten. Man erreicht einen lebendigen Bodengrund indem man mit Laubwalderde "impft", welche die Putzkolonne ja schon von Haus aus in sich trägt. Beimpfen kann man solch einen noch zusätzlich mit verschiedenen Kleinstlebewesen, wie z.B. Springschwänzen, weißen Asseln oder Regenwürmern.
Biotop
Biotop ist der natürliche Lebensraum einer Tier- oder Pflanzenart.
D
Diapause
Entwicklungsunterbrechnung, wie z. B. die embryonale Entwicklung.
diurnal
Diurnal bedeutet Tagaktiv. (siehe auch Nocturnal)
dorsal
Dorsal bedeutet, zum Rücken gehörig, den Rücken betreffend; als anatomische Lagebezeichnung: auf der Rückenseite. (siehe auch Lateral und Ventral)
dorsolateral
Übergangsbereich zwischen Rücken und Flanken/Seiten
DNZ
Deutsche Nachzucht
E
Ektotherm, Ektothermie
Körpertemperatur unterliegt in Abhängigkeit von der Außentemperatur größeren Schwankungen
Endemit, endemisch
nur in dem begrenzten, klar definierten Gebiet vorkommend
F
F1
Filialgeneration 1. Grades Nachkommen von zwei nicht verwandten Elterntiere F1 heißt nicht, das die Eltern Wildfänge sein müssen.
F2
Filialgeneration 2. Grades Elterntiere sind entweder zwei F1 Tiere oder eine Kreuzung von F1 und der P-Generation.
fertil
zeugungsfähig, fruchtbar
G
GL
Gesamtlänge des Tieres, von der Schnauze bis zur Schwanzspitze (siehe auch KRL und SL)
gravid
trächtig
Gutloading/ Gut Loading
Von "guts"=engl. Gedärme und "loading"=engl. aufladen.
Gutloading ist der Vorgang, bei dem die Beute eine Reptils während der Haltung und Aufzucht mit Nährstoffreichem Futter versorgt wird, in der Absicht, diese Nährstoffe an das Reptil weiter zu geben. Dieser Begriff wird meist in Bezug auf die Vorbereitung von Insekten, wie z.B. Grillen und Heuschrecken, oder Mäusen verwendet, die als Nahrung für Haustiere und Reptilien dienen. Durch die Versorgung der Beutetiere, mit einer hochwertigen Diät vor der Verfütterung, werden sie eine nahrhaftere Mahlzeit für das Reptil. Gutloading kann bewerkstelligt werden, indem sie den Beutetieren Obst, Gemüse und Getreide als Nahrung anbieten. Es sind auch mehrere kommerzielle Produkte verfügbar, welche speziell für das Gutloading angereichert wurden. Diese Produkte enthalten häufig unterschiedliche Kombinationen aus Kohlenhydraten, Fetten, Proteinen, Vitaminen und Ballaststoffen. Siehe auch den Artikel Gutloading
H
Habitat
Habitat ist der Ort, an dem eine Tierart regelmäßig anzutreffen ist; ihr natürlicher Lebensraum.
heliophil
sonnenliebend
heliotherm
von der Sonnenwärme abhängig
Hemipenis
Geschlechtsorgan des Männchens.
Hemiclitoris
taschenartige, paarige Einstülpung in der Kloake weiblicher Schuppenkriechtiere
herbivor
Pflanzenfressende Reptilien (siehe auch Karnivor, Insektivor und Omnivor)
Herpetologie
Lehre von den Amphibien und Kriechtieren.
humid
Humid bedeutet, niederschlagsreich, feucht
Hygrometer
Feuchtigkeitsmesser; damit wird die Luftfeuchtigkeit im Terrarium gemessen
I
Inkubationszeit
Zeit zwischen Eiablage und Schlupf der Jungtiere bei eilegenden Arten; im Krankheitsfall, die Zeit zwischen Infizierung und Ausbruch der Krankheit
insektivor
Insektenfressende Reptilien (siehe auch Karnivor, Herbivor und Omnivor)
J
juvenil
Jungtier, nicht geschlechtsreif (siehe auch Adult und Semiadult)
K
karnivor
Fleischfressende Reptilien (siehe auch Herbivor, Insektivor und Omnivor)
Kloake
Kloake ist die gemeinsame Körperöffnung zur Entleerung von Stoffwechselprodukten und Fortpflanzung bei Reptilien.
Kopfnicken
Territorial- oder Balzverhalten; oftmals bei Männchen zu beobachten
KRL
Kopf-Rumpf-Länge; Länge von Schnauze bis Kloakenspalt (siehe auch GL und SL)
L
lateral
Lateral bedeutet, seitlich
LTC
Long Term Captive, also Wildfänge die schon über einen längeren Zeitraum stabil unter Terrarienbedingungen gehalten wurden.
M
Metabolismus
Stoffwechsel
Mimese
Mimese wird die Vortäuschung unbeweglicher Objekte genannt. Wird von vielen Tieren zur Täuschung von Fressfeinden angewand.
N
NZ
Nachzucht
Nocturnal
Nocturnal bedeutet Nachtaktiv (siehe auch Diurnal)
Nomenklatur
Das System der Fachbezeichnungen auf einem Wissensgebiet; wissenschaftliche Vergabe von Namen.
O
olfaktorisch
den Geruchssinn betreffend
omnivor
Fleisch- und Planzenfressende Reptilien
Ontogenese
Entwicklung eines Individuums von Zeugung bis Tod
ovipar
Ovipar bedeutet "eilegend". Es werden keine lebenden Junge sondern Eier gelegt. Siehe auch Fortpflanzung
ovovivipar (viviovipar)
Ovovipar weißt Merkmale der Viviparie und der Oviparie auf. Im Gegensatz zu den eilegenden Arten (Ovipar), trägt das Weibchen die Jungen bis zur vollen Entwicklung. Die Jungen werden wie bei Säugetieren geboren (Vivipar), aber sie kommen in einer dünnen Eihaut auf die Welt, welche Sie sofort abstreifen. Siehe auch Fortpflanzung
P
P-Generation
Elterntiere die nicht miteinander Verwandt sind. Parentalgeneration
poikilotherm
wechselwarm, Körpertemperatur von der Außentemperatur abhängig
Prädator
Fressfeind
Q
Quarantäne
Absonderung von Infektionskranken oder -verdächtigen Reptilien in einem Quarantäneterrarium. Es soll das Verbreiten von Infektionskrankheiten hemmen.
R
respiratorisch
die Atmung betreffend
S
semiadult
Übergang in die Geschlechtsreife (siehe auch Adult und Juvenil)
semiarid
Sonderform des ariden Klimas, in dem in weniger als der Hälfte des Jahres die Niederschläge größer als die Verdunstung sein können.
SL
Schwanzlänge; Länge von Kloakenspalt bis Schwanzspitze (siehe auch GL und KRL)
Squamata
Schuppenkriechtiere oder Reptilien, taxonomische Einteilung
Supplementierung
Supplementierung bedeutet Ergänzung von einzelnen Nährstoffen zur Nahrung mit dem Ziel, einen bestehenden Mangel auszugleichen oder einem Mangel vorzubeugen.
Sympatrie, sympatrisch
Gemeinsames Vorkommen von Arten in einem Biotop/Großlebensraum, das Gegenteil davon nennt man Allopatrie
Systematik
die Wissenschaft der Verwandtschaftsverhältnisse von Tieren und Pflanzen
T
Taxon
systematisch benannte Gruppe von Lebewesen
Taxonomie
Taxonomie ist primär die sprachwissenschaftliche Klassifikation aller Gegenstände (Entitäten) und Ereignisse in begriffliche Gruppen (Taxa) bzw. in Kategorien.
Terra Typica
Fundort des Typusexemplares einer Art, heute benutzt man den Begriff Typuslokalität
Thermoregulation
Steuerung der optimalen Körpertemperatur durch Abkühlen oder Aufwärmen
Typusexemplar
das Exemplar einer Art, anhand dessen sie beschrieben wurde
U
Unterart
sich voneinander in einigen Merkmalen unterscheidende Populationen einer Art, die sich aber noch erfolgreich untereinander fortpflanzen können und dabei zeugungsfähige Nachkommen bilden, normalerweise geographisch getrennt
UV (UV-Licht)
Ultraviolette Lichtstrahlung für den Menschen unsichtbar
UV-A
Wellenlänge 320-400nm; sie aktiviert und ernährt die Haut, wodurch sie unter anderem eine gesunde Farbe erhält
UV-B
Wellenlänge 280-320nm; sie ist für die Umwandlung des Provitamin D in das Vitamin D3 verantwortlich und beugt Rachitis vor.
UV-C
Wellenlänge unterhalb 280nm; ist für alle Lebewesen gefährlich. Sie verursacht Augenprobleme und kann zu Hautkrebs führen.
V
ventral
Zum Bauch gehörig; als Lagebezeichnung bei Tieren, bauchseits
vivipar
lebendgebärend (siehe auch Ovipar und Ovovivipar)
W
WF
Bedeutet Wildfang. Das Tier ist aus seiner natürlichen Umgebung, seinem Habitat, entnommen worden.


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