Da die verschiedenen Arten in sich stark voneinander unterscheidenden Gebieten vorkommen, und sich den natĂĽrlichen Gegebenheiten angepasst haben, muss das Beleuchtungsequipment dieser Anpassung gerecht werden.
So gibt es Arten, die sich in schattigen Bereichen am Boden aufhalten, sowie sonnenhungrige Arten die Sträucher und Büsche bewohnen. Wärmeliebende Arten aus Steppengebieten und Arten die die kühlen Berghöhen bevorzugen. Dies gilt es bei der Wahl der Beleuchtung zu berücksichtigen.
Eine allgemeingültige Empfehlung kann es hier nicht geben, denn die Anzahl der Strahler und Wärmelampen hängt stark von den jeweiligen Gegebenheiten und von der Terrariengröße ab. Siehe hierzu die jeweilige Artenbeschreibung
Grundgedanken zur Beleuchtung:
Grunsätzlich soll die Beleuchtung Wärme und Licht liefern. Chamäleons wärmen sich nicht wie andere Reptilienarten auf von der Sonne aufgeheizten Steinen auf und suchen solche "Heizsteine" deshalb auch nicht gezielt auf. Wärme wird immer in Verbindung mit Licht wahrgenommen.
Um Verbrennungen zu vermeiden und Schäden durch Feuchtigkeit (Kurzschluss) zu vermeiden, ist zu überlegen, die Lampen über dem Terrarium bzw in einem eigenen Lichtkasten unterzubringen. Da UV Licht kein Glas durchdringt, müssen die Lampen mit Gaze von dem Terrarium abgeschirmt werden.
Üblich in der Chamäleonhaltung sind unter anderem folgende Lampentypen:
• HQI Strahler
sehr heller Lampentyp, der das meiste Licht aus Strom macht.
• HQL Strahler
bieten ebenfalls einen sehr guten Wirkungsgrad. Nicht ganz so hell wie HQI bei gleicher Wattstärke, dafür etwas günstiger. Geben mehr Wärme ab.
• Neonröhren(T8 / T5)
gut geeignet zur großflächigen Ausleuchtung von niedrigeren Terrarien,
ideal für weniger sonnenhungrige Arten oder als Dämmerungsbeleuchtung
bei sonnenhungrigen Arten.
Geben wenig Wärme ab, was sie zur idealen Beleuchtung für
Erdchamäleons macht.
• Reflektorbirnen, PAR und Halogen
dank des "schlechten Wirkungsgrades" herkömmlicher Birnentypen eignen sich diese Lampen hervorragend als Wärmespots. Als reine Lichtquellen allerdings zu dunkel.
• UV-Speziallampen (Powersun, Vitalux etc)
UV-Licht wird für die Synthese von Vitamin D3 benötigt. Verschiedene Lampentypen stehen zur Auswahl.
Eine sehr schöne Übersicht mit Erklärung findet man auf folgendem link: http://www.qmvet.de/shared/lightPOSTER_deutsch.jpg
Speziell in der Chamäleonhaltung abzuraten oder fragwürdig sind
• Keramik/Elsteinstrahler
• Infrarotbirnen (zu dunkel und geringes Farbspektrum)
• LED-Technik (zu enges Farbspektrum)
• Nachtlicht (sinnlos, die Tiere schlafen nachts)
• handelsübliche Glühbirnen als Grundbeleuchtung (bei sonnenhungrigen Chamäleons)
Beispiel:
Als Beleuchtung für Pantherchamäleon- oder Jemenchamäleon-Terrarium kommt zum Beispiel folgende Lichttechnik in Frage:
• HQI-Strahler mit 70, 150 Watt HCI/CDM „NDL“ bzw. „D“ Brenner. Bei größeren Terrarien auch mehr Wattstärken erforderlich.
• HQL-Strahler mit 80 bzw. 125 Watt sind ebenfalls geeignet, haben aber ein etwas schlechteres Verhältnis Lichtausbeute pro Watt haben.
• Als Wärmespots PAR 38 oder Concentra Reflektorbirnen,
• 1 Osram Vitalux/Radium Sanolux (zur 2-3 mal wöchentlichen UV Bestrahlung),
• je nach Terrariengröße erweisen sich auch T5 Leuchtstoffröhren als sinnvoll, sowohl als Grundbeleuchtung als auch zur Ergänzung eines HQI/HCI Strahlers.
Literatur
Terraria S.6, 17, 22; Nr. 1, Ausgabe September/Oktober 2006, Jahrgang(1)
Links
http://www.qmvet.de/shared/lightPOSTER_deutsch.jpg - Poster mit gegenüberstellung der verschiedenen Lampentypen und anschauliche Erklärung der Auswirkung von Licht auf die Tiere
http://www.testudolinks.de/testudo/licht.php#powersun_hqi - AusfĂĽhrliche Kostenrechnung verschiedener Lampentypen, sowie weitergehende Infos zu den Lampen
http://www.dihu.ch/techni...leuchtung/beleuchtung.htm - Aufschlussreiche Gliederung einzelner Messungen von UV, HQI, Röhren und Spots
http://www.biron.de/ta/uv.html - Beschreibung von UV-Licht und deren Wirkung, KurzĂĽbersicht ĂĽber die verschiedenen Lampentypen


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