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Licht

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Licht

will man Tiere im Terrarium halten, muß man unter anderem die Bedürfnisse bezüglich des Lichts und die Auswirkung auf den Metabolismus kennen. So werden Teile des Sonnenlichts zum Regeln der Körpertemperatur, andere Teile des Spektrums zur Synthese von verschiedenen Vitaminen und Aufnahme von Mineralien genutzt und vieles mehr. Je nach Lebensweise der zu pflegenden Chamäleonart (kühle schattige Bereiche oder sonnige Steppen) sind diese Bedürfnisse anders.

Im Thema Beleuchtung wird auf die Lampentypen eingegangen, hier soll Grundsätzliches zum Thema Licht hinsichtlich der Chamäleonpflege geklärt werden.

die Sonne und ihr Spektrum

Die Sonnen strahlt Energie in verschiedenen Wellenlängen von Infrarot bis UV ab. Als Stern der spektralklasse "G" erscheint die "Farbe" ihres Lichts gelb. Gemessen wird die Lichtfarbe eines Körpers als "Farbtemperatur" in Grad Kelvin. Die Farbtemperatur unserer Sonne beträgt 5000–6900°K je nach Uhrzeit und Standort. Hier gilt, daß werte "unter" 5000°K gelber oder roter erscheinen, höhere Werte werden Blau.

Eine tolle Übersicht über die verschiedenen Lampentypen und eine anschauliche Erklärung der Bedeutung von Licht für die Tiere findet man auf einem Poster zusammengefasst auf dieser Seite
http://www.qmvet.de/shared/lightPOSTER_deutsch.jpg

Die Beleuchtung des Terrariums sollte sich also an diese Lichtfarbe annähern. Zur Orientierung hier einige Vergleichswerte:

herkömmliche Glühbirne, Halogenlampen sowie T8 oder T5 Leuchtstoffröhren (Warmweiss): ~2500-3000°K

Leuchtstoffröhre (kaltweiss): 4000-4500°K

HQI/HCI

-WDL (warm daylight) 3200°K
-NDL (natural daylight) 4200°K
-Daylight 5500°K

Natriumdampflampen (SDW): unter 4000°K

Sonne

-Morgensonne: 3000 - 3500°K
-Mittagssonne: 5500 - 6500°K
-bei bedecktem Himmel/Nebel bzw vor und nach Sonnenauf/untergang werden auch Werte
über 7000°K erreicht.

Wirkung des Lichts auf das Tier

Im Laufe des Tages, aber auch im Wechsel der verschiedenen Jahreszeiten ändert sich die Intensität und Farbe der Beleuchtung. Die Tiere werden Aktiver oder ziehen sich zur Ruhe zurück, werden zur Fortpflanzung angeregt oder begeben sich zur Winterruhe.

Stoffwechsel da Chamäleons zu den wechselwarmen Tieren gehören, sind sie auf externe Wärmequellen wie die Sonne angewiesen. Sie heizen sich im Sonnenlicht auf, bis sie die richtige "Betriebstemperatur" erreicht haben. Danach ziehen sie sich in schattigere Bereiche zurück. Tiere die für ihre Verhältnisse in zu dunklen oder kühlen Behältern gehalten werden, werden inaktiv, der Kreislauf "sackt ab" und der Stoffwechsel wird heruntergefahren.

UV Licht Während die Wirkung von UV Licht auf den Stoffwechsel nahezu geklärt ist (die Tiere verwenden das Licht, um Vitamin D3 zu synthetisieren. Nur so können sie das Lebenswichtige Calcium aus der Nahrung aufnehmen und für Knochenbau/Eiproduktion verwenden) ist die Rolle der optischen Wahrnehmung von UV Licht noch ungeklärt. Die Augen mancher Chamäleonarten sind in der Lage, UV Licht wahrzunehmen. Ob dies wie bei manch anderen Reptilienarten zur Wahrnehmung von fortpflanzungsbreiten Partnern oder zum Auffinden von Futtertieren (Chitinpanzer mancher Insekten Leuchten im UV Bereich) dient, muß noch erforscht werden. Zweifellos ist UV Licht allerdings Teil des natürlichen Sehspektrums und sollte dem Tier auch geboten werden. Tips dazu im Thema Beleuchtung