Prof. Dr. Robert Friedrich Wilhelm Mertens (*01.12.1894 in St. Petersburg, âśť23.08.1975 in Frankfurt a. M.) war ein deutscher Herpetologe.
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Kurzbiografie
Sehr früh interessiert sich Mertens für Reptilien, weswegen ihn sein Vater, ein Pelzhändler, auf diesem Weg unterstützt.
Seine ersten Studien beginnt er am Gymnasium von St. Petersburg, muss dann Russland aber, wegen der revolutionären Ereignisse, verlassen
Mertens geht nach Deutschland um an der Universität von Leipzig Zoologie zu studieren. 1916 erhielt er dort seinen Doktortitel.
Mertens dient kurz in der Armee und wird 1919 Assistent am Forschungsinstitut und Naturmuseum Senckenberg in Frankfurt a. M..
1920 wird Mertens Kurator der herpetologischen Abteilung des Museums.
Die herpetologische Sammlung des Senckenberg Museum, ist nach dem Tod von Oskar Boettger im Jahre 1910, nicht weitergepflegt worden, weshalb sie Mertens reorganisiert und erheblich erweitert, um sich mit den Sammlungen der Museen in London und Paris zu messen. Er erweitert die Sammlungen durch ein wirksames Korrespondenznetz. Sogar während des zweiten Weltkrieges senden ihm Soldaten, dank des Feldpostnetzes, Muster von der Front. Um die Sammlungen vor dem Kriege zu schützen, sendet Mertens sie in verschiedenen Städte rund um Frankfurt. Ein drittel der Sammlung verblieb, wärend des zweiten Weltkrieges, im Museum und wurde 1944 schwer beschädigt.
Neben den Amphibien und den Reptilien beaufsichtigt er die Abteilungen Säugetiere (von 1919 bis 1953), Vögel (von 1923 bis 1947) und Fische (von 1920 bis 1954). Abgesehen von diesen zahlreichen Ämtern leitet er von 1935 bis 1955 die Abteilung für Zoologie und ist von 1940 bis zu seinem Ruhestand 1960 Leiter des Museums. Nach seinem Eintritt in den Ruhestand wird er zum emeritierten Direktor ernannt. Parallel zu diesen Funktionen ist er von 1932 bis 1939 Dozent an der Universität von Frankfurt , ab dann 1939 Professor.
Mertens veröffentlichte mehr als 800 Werke, sowie 13 Bücher über Systematik und Geografie der Reptilien und Amphibien.
Mit 81 Jahren wird Mertens von einer Lianennatter, Thelotornis, gebissen, welche er bei sich zu Hause pflegte. Er stirbt nach achtzehn schmerzvollen Tagen.
Beschriebene Chamäleonarten
Valide Formen
- Trioceros eisentrauti (MERTENS, 1968)
Synonyme Formen und Namen
- Chamaeleo serratus (MERTENS, 1922) syn. Trioceros wiedersheimi wiedersheimi
- Chamaeleo radamanus (MERTENS, 1933) syn. Calumma nasutum
- Chamaeleo montinum grafi (MERTENS, 1938) syn. Trioceros montium
Literatur
- Mertens, R. 1933. Die Reptilien der Madagaskar-Expedition Prof. Dr. H. Bluntschlis. Senckenbergiana biologica 15: 260-274.
- Mertens, R. 1968. Zur Kenntnis der Herpetofauna von Kamerun und Fernando Poo. Bonn. zool. Beitr. 19(1/2): 69-84.
Links
The Reptile Database/MERTENS 53 Arten


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