Vernebler
Um die Luftfeuchtigkeit in Terrarien zu erhöhen oder wegen der optischen Wirkung werden gerne Vernebler eingesetzt. Aufgrund der vielen negativen Erfahrungen vieler Halter wird besonders bei nicht-Montanen Chamäleon davon abgeraten. Die Lungen/Bronchen von Chamäleons unterscheiden sich erheblich von denen anderer Reptilien (siehe Anatomie ) und sind besonders emfpfindlich auf mit dem Nebel transportierte Keime u.a.
Manche Pfleger setzten Ultraschallvernebler dennoch seit Jahren mit Erfolg bei Montanarten ein. Diese scheinen den Nebel besser zu vertragen. Hier sollte aber unbedingt darauf geachtet werden, dass der Vernebler ausserhalb des Terrariums angebracht wird, und der Nebel z.B. über einen Schlauch ins Terrarium geleitet wird.
Im Folgenden ein Ausschnitt aus "Deutsche Medizinische Wochenzeitschrift:"
Lungenärzte warnen vor ultraschallbetriebenen Luftbefeuchtern.
dieser Text bezieht sich zwar auf die menschliche Lunge kann aber im weitesten Sinne auch auf Chamäleons übertragen werden:
Wird das Wasser in diesen Geräten durch Bakterien, Schimmel- und Pilzansammlungen verunreinigt, können so genannte Endotoxine in die Luft und somit auch in die Atemwege gelangen. Die Betroffenen leiden an Husten, Fieberschüben und Atemnot. Pneumologen benennen im Wesentlichen zwei Erkrankungen, die durch verunreinigtes Wasser im Vernebler ausgelöst werden können: Das Befeuchterfieber (toxische Alveolitis) und die Befeuchterlunge (exogen- allergische Alveolitis), eine Entzündung der Lungenbläschen, die bei geschwächten Personen lebensbedrohlich werden kann. Entscheidend sei, diese Krankheiten rechtzeitig zu entdecken. Ärzte sollten Patienten mit unklaren, grippeähnlichen Symptomen gezielt nach dem Betrieb von Zimmerbrunnen oder Luftbefeuchtern fragen, so der Rat der Lungenexperten. Problem der mangelnden Hygiene
Ultraschallvernebler sind besonders gefährlich, weil sie sich schlecht reinigen lassen. Schimmel, Pilze oder Bakterien bilden einen schwer zu entfernenden Biofilm. Auch sterilisiertes oder entmineralisiertes Wasser bietet keinen Schutz, weil es genauso wie Leitungswasser an der Luft automatisch verkeimt. Zudem reißt der Ultraschall verklumpte Allergene auseinander, wodurch sie tiefer in die Lungenbläschen eindringen und dort allergische und toxische Reaktionen auslösen können. Nach Ansicht der Lungenfachärzte sind die Gebrauchs- und Pflegeanweisungen der Gerätehersteller unzureichend. Bei medizinischen Verneblern sei dieses Problem inzwischen gelöst.
Quelle: Deutsche Medizinische Wochenschrift
Links
http://www.dorka.de/Terra/Technik/technik.php?dat=lf.htm - Infos und zu Nebler und Regenanlagen, private Homepage


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