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Trioceros wiedersheimi

Trioceros wiedersheimi ( )

Taxonomie

Familie: Chamäleons (Chamaeleonidae)
Unterfamilie: Echte Chamaeleons (Chamaeleoninae)
Gattung: Trioceros
Untergattung:
Art: wiedersheimi
Unterart:
Deutsche Bezeichnung:

Wissenschaftlicher Name

Trioceros wiedersheimi

Erstbeschreiber: NIEDEN

Schutzstatus

ChamAnhB.GIF diese Art unterliegt dem Washingtoner Artenschutz-Abkommen II, Anhang B!
Erwerb und Abgabe sind daher meldepflichtig.
Weitere Hinweise dazu bitte bei den verlinkten Artikeln Gesetze und Meldepflicht nachlesen!



Inhaltsverzeichnis

Allgemein

Trioceros wiedersheimi kommt aus Kamerun, ebenso wie Trioceros quadricornis und Trioceros montium. Trioceros wiedersheimi alias das Pfauchamäleon kommt aus den montanen Regionen von Kamerun und Nigeria. Das heißt das dort die Temperatur im Genderogebirge auf 1500m Höhe nur noch eine Tagestemperatur von ca.22°C und in der Nacht von ca.12°C betragen. Trioceros wiedersheimi ist eines der kleinsten Chamäleons Kameruns. Da Trioceros wiedersheimi zu den mittelgroßen Chamäleon-Arten gehört, erreichen sie eine Länge von bis zu 15cm.

Systematik

Man unterscheidet die zwei Unterarten (Trioceros wiedersheimi wiedersheimi, Trioceros wiedersheimi peretti). im Text werden beide genauer unterschieden.

Herkunft

Wie schon erwähnt kommt Trioceros wiedersheimi aus Kamerun und Nigreia.Da es in den Gebirgen leb, ist dort die Temperatur auf 1500m höhe am Tag nur noch ca.22°C und in der Nacht ca.12°C. Es regnet dort sehr viel dadurch ist die Luftfeuchtigkeit dementsprechend hoch.

Aussehen

Trioceros wiedersheimi ist eine kleine Art aus Nigeria und aus Kamerun. Sie werden in zwei Unterarten unterschieden:

Trioceros wiedersheimi wiedersheimi

Die Grundfärbung der Männchen besteht aus hellen grüntönen bis hin zu Olivgrün. An der Seite haben die Tiere meist einen blassen seitlichen Lateralstreifen der sich aus weißen bis beigen Punkten zusammensetzt. Der Helm ist bei Trioceros wiedersheimi wiedersheimi besonders bunt. Die Farben sind verschiedende Blautöne die bis an das Auge gehen. Der Körper ist von schwarz-blauen Punkten übersäht, die man vorallem am Helm sieht. Männliche Trioceros wiedersheimi wiedersheimi neigen dazu, einen breiten Streifen hinunter den ventralen Teil jeder Flanke zu haben, die, im allgemeinen offensichtlich anders als als der Rest des Körpers gefärbt wird. Die männlichen Trioceros wiedersheimi perreti haben nicht solch einen offensichtlichen Streifen. Bei erregtem Zustand kommen die Farben noch stärker zum Vorscheinen. Ein mittelgroßer Kamm ziert seinen Rücken. Die Grünfärbung der Weibchen hingegen ist eher blass grün, also nicht so stark wie bei Männchen. Besonders schön sieht es aus wenn das Weibchen erregt ist, dann zeigt es ihre ganze Farbenpracht die mit blauen Punkten am Körper bis hin zu goldfarbenen Punkten auf dem Helm reichen. Gravid neigen die Frauen von Trioceros wiedersheimi wiedersheimi mit den hellgrünen Blitzen brauner zu sein als Trioceros wiedersheimi peretti. Das Weibchen besitzt keinen Kamm.

Trioceros wiedersheimi peretti

Die Männchen von Trioceros wiedersheimi peretti sind etwas größer und sehen ganz anders aus im Gegensatz zu Trioceros wiedersheimi wiedersheimi, auch der größere Schädel ist ein Unterscheidungsmerkmal. Außerdem haben sie haben einen dunkelblauen Streifen auf hellgrünem Untergrund. Die Grundfärbung der Weibchen ist ein hellgelb. Zur Geschlechtsunterscheidung nimmt man am besten die Schwanzwurzel.

Terrarium

Im Terrarium sollte eine Luftfeuchte von 70% tagsüber und 100% in der Nacht herrschen. Um die Luftfeuchtigkeit hinzubekommen kann man entweder selber 3 mal am Tag sprühen oder eine Beregnungsanlage einbauen. Da Chamaeleo wiedersheimi eine montane Art ist, müssen die Temperaturen kühler sein als wie bei Panther- oder Jemenchamäleon. Am Tag sollte die Temperatur ca.22°C sein und in der Nacht ca.15°C, wobei es immer wieder verschiedene Aussagen gibt (5-10°C oder sogar bis 18°C, wobei ich 18°C für eine Montan Art zu warm halte). Es empfiehlt sich also insbesondere bei Wildfängen, die Klimatabellen aus dem Herkunftsgebiet zu studieren. Um auf so eine niedrige Temperatur zu kommen sollte man das Terrarium am besten in den Keller stellen oder anderweitig für Kühlung sorgen (z.B. Klimaanlage, Regenanlage). Das Terrarium sollte eine Mindestgröße von 60b/50t/70h betragen, klar kann sie auch 40b/40t/50h betragen aber lieber mehr als zuwenig. Das Terrarium sollte dicht bepflanzt sein, damit sich das Tier auch zurückziehen kann. Bei der Beleuchtung steht hier noch was wichtiges: Beleuchtung Der Bodengrund sollte eine Drainageschicht haben und ein Torf-Sand Gemisch (Bodengrund).

Zucht

Bis zu acht Eier legen die Weibchen im befeuchteten Bodengrund ab. Wenn die Inkubationstemperatur 21C° beträgt, dauert es ca. 180 Tage bis die ersten Jungtiere schlüpfen. Außer mit Drosophilas sollten die Jungtiere noch mit Mirco-Heimchen gefüttert werden. Auch ein Grund das die Tiere kaum gezüchtet werden können ist das viele an der Coccidien-Infektion sterben. Deshalb sollte bei ersten Anzeichen dieser Krankheit (der Kot ist schleimig oder das Verhalten ändert sich) der Tierartzt aufgesucht werden. Ein anderer Grund, warum es hier in Deutschland so gut wie keine NZ gibt liegt daran, dass sich Trioceros wiedersheimi so stark im natürlichen Biotop dezimiert hat, dass ihre Ausfuhr seit langem nicht mehr erlaubt ist, da ihre Wildfänge (WF) durch die EG-Verordnung 2087/2001 "Zur Aussetzung der Einfuhr von Exemplaren frei lebender Tier- und Pflanzenarten in die Gemeinschaft" vom 24.10.2001 gesperrt sind.