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		<title>ChamaeleoPedia - Neue Seiten [de]</title>
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		<updated>2012-05-18T15:59:44Z</updated>
		<subtitle>Aus ChamaeleoPedia</subtitle>
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		<id>http://www.chamaeleons-online.com/wiki/Legenot</id>
		<title>Legenot</title>
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				<updated>2011-08-21T11:35:48Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Alexl: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=Legenot - was ist das?=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Legenot beschreibt erst einmal die Tatsache, dass ein Weibchen legereife Eier nicht ablegen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Ursachen=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt viele Möglichkeiten, wie eine Legenot entsteht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eier sind zu stark calzifiziert&lt;br /&gt;
* Eier sind zu wenig calzifiziert: Vorsicht – ist das Tier überhaupt schon legebereit oder befinden sich die Eier eventuell noch in ihrer ganz normalen Entwicklung?&lt;br /&gt;
* Eier weisen Anomalien auf, die das Legen verhindern (zu groß, deformiert, zusammenklebende Eier)&lt;br /&gt;
* Anatomische Anomalien des Chamäleons verhindern eine Ablage (Becken zu eng, Legedarm verlegt, Tumorgeschehen im Bauchraum oder ähnliches)&lt;br /&gt;
* Haltungsmängel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Haltungsmängel==&lt;br /&gt;
Haltungsmängel sind bei Chamäleons einer der Hauptgründe für Legenot, daher sind sie hier etwas ausführlicher dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zu reichliche Fütterung===&lt;br /&gt;
Je mehr ein Weibchen gefüttert wird, desto schneller entwickelt es sich. Die Geschlechtsreife bei Chamäleons ist nicht abhängig vom Alter, sondern lediglich von der Körpergröße, d.h. schnelles Wachstum kann zu sehr früher Geschlechtsreife führen. Ein überfüttertes, fettes Tier neigt außerdem eher zu Erkrankungen als ein streng gefüttertes Chamäleon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Paarhaltung===&lt;br /&gt;
Gemeinsame Haltung von Männchen und Weibchen auf begrenztem Raum begünstigt eine sehr frühe Ovulation. Da Chamäleons grundsätzlich Einzelgänger sind, begünstigt eine Paarhaltung auch Stress, der beim legebereiten Tier eine Legenot mit verursachen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bodengrund===&lt;br /&gt;
Einer der wichtigsten Punkte bei den Haltungsmängeln. Viele Halter kennen das Geschlecht ihres Tieres nicht oder vermuten ein Männchen, haben jedoch ein Weibchen im Terrarium. Weibchen benötigen je nach Art zur Ablage einen mindestens 20-30 cm hohen Bodengrund geeigneter Konsistenz. Bewährt haben sich Sand-Erde-Gemische oder reine Laubwalderde. Günstig wäre es außerdem, verschiedene Feuchtigkeitszonen und eine ausreichende Bepflanzung anzubieten. Heizmatten unter dem Bodengrund sind nicht zu empfehlen: In der Natur kühlt der Boden ab, je tiefer das Weibchen gräbt. Gräbt das Tier und der Boden wird wärmer, kann es dazu führen, dass das Weibchen die Grabung abbricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Störungen===&lt;br /&gt;
Ein weiteres wichtiges Problem bei der Ei-Ablage. Chamäleons bevorzugen ungestörte Plätze zum Graben, während der Halter gerne möglichst oft vorbeischauen will, ob das Tier „schon soweit ist“. Damit das Weibchen ungestört ablegen kann, sollte jedes Hantieren im Terrarium vermieden werden. Es macht keinen Sinn, das Weibchen auf den Boden oder in einen Eimer mit Erde zu setzen, wenn es ablegen soll, sondern stört das Tier vielmehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Supplementierung und Ernährung===&lt;br /&gt;
Eine Legenot kann auch durch v.a. einen Mangel an Kalzium entstehen. Für den Aufbau der Eischalen braucht das Weibchen in der Trächtigkeit mehr Kalzium. Kalzium allein, das man über Futter zugibt, kann man nicht überdosieren! Solange der Vitamin D3-Spiegel physiologisch ist, wird ein zuviel an Kalzium unverändert wieder über den Darm ausgeschieden.&lt;br /&gt;
Bei der Ablage benötigt das Weibchen Kalzium zur Muskelkontraktion, um die Eier ablegen zu können. Fehlt es ihr daran, können zum einen die Eier bereits vor der Ablage schlecht kalzifiziert sein und so ein mechanisches Hindernis bilden oder das Weibchen hat während der Ablage selbst nicht mehr genug Vorräte, um die Eier auch wirklich abzulegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Symptome - Was sind Anzeichen einer Legenot?=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist, die durchschnittliche Trächtigkeitszeit der jeweiligen Art zu kennen. Viele Weibchen werden zuerst unruhig, einige geradezu hyperaktiv. Sie beginnen dann wie gewohnt mit Grabetätigkeiten, stellen diese aber nach wenigen Tagen wieder ein, ohne Eier gelegt zu haben und verhalten sich wie vor den Probegrabungen auch. Liegt das Weibchen sowieso schon erheblich über dem üblichen Ablagetermin, ist dann dringend ein Gang zum Tierarzt angeraten. Auch einzeln im Terrarium verstreute, nicht vergrabene Eier können ein Anzeichen für eine Legenot sein (bei einigen Arten kommen sie aber auch ohne Legenot vor).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Therapie=&lt;br /&gt;
Es gibt verschiedene Wege, eine Legenot zu therapieren. Bei allen sollte auf jeden Fall so schnell wie möglich mit dem Chamäleon ein reptilienkundiger Tierarzt aufgesucht werden. Dieser wird ein Röntgenbild anfertigen, um beurteilen zu können, wieviele Eier sich noch im Tier befinden und ob es dem Weibchen überhaupt möglich ist, diese auf natürlichem Wege abzulegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gängigsten Therapiemöglichkeiten sind eine Operation zur Entfernung der Eier oder ein konservativer Versuch mit der Gabe von Kalzium und Oxytocin (einem Hormon). Welcher Weg für das Chamäleon möglich ist, hängt vom Allgemeinzustand des Tieres und anderen Faktoren ab. Der Tierarzt wird entsprechend beraten und vorgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Legereife Eier, die in der Bauchhöhle verbleiben und nicht entfernt werden, führen über kurz oder lang leider unweigerlich zum Tod des Tieres. Eine Therapie ist also zwingend nötig!&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Alexl</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.chamaeleons-online.com/wiki/Anatomie</id>
		<title>Anatomie</title>
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				<updated>2010-11-26T19:01:21Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Alexl: /* Leber und Gallenblase */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=Anatomie=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Anatomie versteht man die &amp;quot;Lehre vom Aufbau des Organismus&amp;quot;. Der Chamäleonkörper gleicht in vielen Punkten anderen Reptilien. Hier sollen die wichtigsten Unterschiede zwischen Chamäleon, anderen Reptilien und Säugern erklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Haut=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:haeutung.jpg|thumb|Junges Furcifer pardalis häutet sich - © Alex Laube |250px]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei allen Tieren besteht die Haut der Chamäleons aus drei Schichten: Ober-, Leder- und Unterhaut. Die Oberhaut bildet mit ihrer keratinisierten äußersten Zellschicht die typischen Schuppen. Sie ist eine äußerliche Schutzbarriere vor Verletzungen und Feuchtigkeitsverlust und dient gleichzeitig mit dem Farbwechsel der Kommunikation. Wächst das Chamäleon, so muss es von Zeit zu Zeit die oberste Hautschicht abstreifen, da diese nicht mitwächst – das Tier häutet sich. Chamäleons häuten sich in der Regel in Fetzen innerhalb weniger Stunden. Bei älteren Tieren kann es passieren, dass sich einzelne Körperpartien unabhängig voneinander häuten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chamäleons wachsen ein Leben lang, d.h. sie häuten sich auch lebenslänglich immer wieder. Die Abstände zwischen den Häutungen vergrößern sich jedoch mit steigendem Alter. Eine bevorstehende Häutung erkennt man meist an trüber werdenden Farben, einige Tiere stellen auch kurzzeitig das Fressen ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kopf=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:schaedel1.jpg|thumb|Schädel, Unterkiefer und Zungenbein eines 1.0 Chamaeleo calyptratus - © Alex Laube |250px]]&lt;br /&gt;
[[Bild:schaedel2.jpg|thumb|Schädel und Unterkiefer eines 1.0 Trioceros quadricornis quadricornis - © Alex Laube |250px]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Kopf der Chamäleons befinden sich diverse knöcherne Kämme. Zwei seitliche Kämme reichen von der Nasenspitze bis über die Augen und sind meist mit dickeren Schuppen besetzt. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Zähne==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chamäleons sind akrodont, das heißt die Zähne sitzen senkrecht auf dem Kieferknochen. Sie werden nicht gewechselt, sondern bleiben ein Leben lang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==[[Zungenschuss]]== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sinne==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Geruchssinn===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geruchsempfindliches Epithel ist bei Echsen in Nase und dem Jacobson’schen Organ (auch Vomeronasal-Organ) im Gaumen vorhanden.  Es wird vermutet, dass durch das „Abtasten“ von Ästen mit der Zunge Geruchspartikel dem Jacboson’schen Organ besser präsentiert werden können. Allerdings ist nachgewiesen, dass das Jacobson’sche Organ bei Chamäleons im Gegensatz zu z.B. Schlangen eher schlecht entwickelt ist. Der Geruchssinn scheint daher eine geringe Rolle zu spielen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Geschmackssinn===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschmacksknospen befinden sich bei Echsen unter und seitlich der Zunge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Augen]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gehör und Gleichgewicht===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chamäleons verfügen genau wie Säuger über Gleichgewichts- und Drehsinn sowie ein Gehör. Ein Außenohr mit Trommelfell ist nicht zu finden, nichtsdestotrotz können die Tiere wohl sehr laute und niederfrequente Geräusche um 200 Hz wahrnehmen. Sie reagieren außerdem stark auf Vibrationen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Salzdrüsen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nase der Chamäleons verfügt über Salzdrüsen,  über die überschüssige Mineralien in kristalliner Form ausgeschieden werden können. Vor allem sind dies Kalium und Natrium. Durch die Ausscheidungen der Salze kann das Tier Wasser sparen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Brust- und Bauchraum=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Trioceros_skelett.JPG|thumb|Skelett eines Trioceros quadricornis quadricornis - © Alex Laube |250px]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chamäleons haben kein Zwerchfell, so dass Bauch- und Brustraum nicht voneinander getrennt sind, sondern ineinander übergehen. Des Weiteren reichen die Rippen nicht nur über die Brustwirbel, sondern fast bis zum Kreuzbein. Ale Rippen sind über knorpelige Fortsätze miteinander und mit dem Brustbein verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Atemtrakt==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Luftröhre===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Lunge3.jpg|thumb|Chamaeleo calyptratus 1: Brustbein, 2: Luftsack, ausgehend von Trachea im Kehlsack, 3: Zungenbein - © Alex Laube |250px]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Luftröhre bei Chamäleons weist unvollständig geschlossene Knorpelspangen auf. Sie teilt sich erst auf Höhe des Herzens in die beiden Hauptbronchien auf.  Einige Chamäleons (old world chameleons) haben einen zusätzlichen Lungenlappen im Bereich des Kehlsacks. Welchen tieferen Sinn dieser Anhang erfüllt ist noch ungeklärt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lunge und Luftsäcke===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Lunge1.jpg|thumb|Lungengewebe eines Chamäleons - © Alex Laube |250px]] &lt;br /&gt;
[[Bild:Lunge2.jpg|thumb|Lungengewebe eines Chamäleons - © Alex Laube |250px]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Atemtrakt des Chamäleons ist völlig anders aufgebaut als der von Säugern. Die Lunge ist zwar auch paarig, erinnert aber eher an einen Sack mit vielen fingerförmigen Ausbuchtungen als an das aus unzähligen Alveolen bestehende Gewebe der menschlichen Lunge. Die Lunge ist durch dünne Septen in verschiedene Bereiche („Luftsäcke“) unterteilt, die bis weit nach hinten in den Körper reichen. Die Unterteilungen variieren von Art zu Art und können zur Unterscheidung herangezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl Ein- als auch Ausatmen werden durch aktive Bewegungen der Zwischenrippenmuskulatur gesteuert (vgl. beim Säuger werden lediglich die Einatmung sowie ein sehr kurzer Part der Ausatmung durch Muskeln forciert). Mit einem einzigen Atemzug kann ein Chamäleon jedoch eine doppelt so hohe Sauerstoffversorgung seines Bluts erreichen, da der Gasaustausch bei diesen Tieren sowohl beim Ein- als auch beim Ausatmen stattfindet (wobei dies vor allem im vorderen Bereich der Lunge geschieht, die ins Abdomen ragenden Luftsäcke dienen nicht dem Gasaustausch). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die sackartige Form, die filigranen, extrem dünnen Membranen und wenig Elastizität ist die Chamäleonlunge leider sehr anfällig gegenüber Infektionen, was gerade im Terrarium  besonderer Beachtung bedarf. Temperaturen und Luftfeuchtigkeit müssen durch adäquate Beleuchtung, Wasserzufuhr und Belüftung optimal dem Bedarf des Chamäleons entsprechen. Die Tiere können außerdem (da kein Zwerchfell vorhanden ist) nicht husten, was ihnen die Möglichkeit verwehrt, in den Luftsäcken befindliche Flüssigkeit über die Luftröhre nach oben zu transportieren. Spätestens Schleim im Maul, hörbare Atemgeräusche und ständig geöffnetes Maul trotz niedriger Temperaturen sollten für den Halter Alarmsignale sein, den nächsten chamäleonkundigen Tierarzt aufzusuchen. Lungenerkrankungen sind nicht ungefährlich und können bei Chamäleons schnell tödlich enden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Luftsäcke dienen neben der Atmung auch der Gestaltveränderung: Wenn ein Chamäleon z.B. droht, kann es sich regelrecht „aufblasen“ und seine Körperform stark verändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herz==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Chamäleonherz  weist zwei getrennte Vorhöfe auf, jedoch nur eine Kammer. Durch Muskelleisten kann die Herzkammer fast vollständig getrennt werden. Dies ist beim thermostabilen Tier meist der Fall. Sobald die Muskeln Blut passieren lassen, sind Körper- und Blutkreislauf verbunden. Das Tier kann dadurch Blut ganz nach Bedarf zwischen den beiden Kreisläufen verschieben, was eine sehr gute Anpassung an die wechselnden Umweltbedingungen bedeutet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich fließt sauerstoffarmes, „gebrauchtes“ Blut aus dem Körper über die Venen in den rechten Herzvorhof und wird dann aus der Kammer heraus in die Lunge gepumpt, wo Sauerstoff aufgenommen wird. Das sauerstoffreiche Blut aus der Lunge wiederum fließt dann in den linken Herzvorhof, von der Kammer aus wird es dann in den Körperkreislauf weitergegeben. Dadurch, dass Chamäleons nur eine Herzkammer statt zwei wie wir Säuger haben, können sie Säure-Basen-Haushalt, Gasaustausch sowie Blutdruck deutlich effizienter regulieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lympathisches System==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lymphatische System des Körpers transportiert Flüssigkeit (Lymphe) aus Geweben und Organen zu den Venen, so dass sie wieder in den Körperkreislauf gelangen. Bei Chamäleons ist das lymphatische System gut ausgebildet, Lymphknoten wie beim Menschen gibt es aber keine. Im Magen-Darm-Trakt sind zumindest Lymphfollikel vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Milz==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Milz liegt beim Chamäleon in der Regel im oberen Darmgekröse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Thymus==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Thymus besteht aus zwei Lappen, die jeweils seitlich des Schlunds unter der Arteria carotis interna und mittig der Jugularvenen liegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leber und Gallenblase==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:leber.jpg|thumb|Fettleber eines ausgewachsenen 1.0 Chamaeleo calyptratus - © Alex Laube |250px]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Chamäleonleber besteht wie bei allen Echsen aus nur zwei langen Lappen, die bis in die hintere Körperhälfte reichen. Der linkere Leberlappen ist etwas größer als der rechte. Die Gallenblase befindet sich am oberen seitlichen Rand desselben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Magen und Darm==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Magen und Darm sind ähnlich aufgebaut wie bei Säugern, allerdings ist die Verdauung bei Chamäleons sehr stark von der Körpertemperatur, Wasserhaushalt, Futtergröße und –typ abhängig. Bei optimaler Temperatur kann die Verdauung bis zu dreifach beschleunigt sein.  Die gesamte Passage eines Futtertiers vom Ausgang des Magens bis zu den Resten in der Kloake dauert im Durchschnitt etwa drei Tage, bei kleineren Tieren ist auch nur ein Tag möglich. Das ist deutlich länger als die Darmpassage bei Säugern (einige Stunden).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesamte Darm ist bei Chamäleons schwarz pigmentiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abdominalfettkörper==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Abdominalfettkoerper.jpg|thumb|Abdominalfettkörper eines Chamaeleo calyptratus - © Alex Laube |250px]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chamäleons sieht man Verfettung von außen nur minimal an - wenn denn überhaupt. Der „Fettspeicher“ der Tiere liegt stattdessen im Bauch in Form zweier langer, breiter Fettkörper unter den Rippen. Hungert ein Tier, kann es die Abdominalfettkörper nahezu vollständig abbauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Urogenitaltrakt=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Niere==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chamäleons haben ein Nieren-Pfortader-System. Das bedeutet, dass Blut aus dem Körper über die Venen direkt zur Niere gelangt, nicht wie beim Säuger zur Leber. Die Nieren liegen direkt unter dem Kreuzbein und sind längliche, glatte Gebilde. Direkt davor befinden sich als kleine, gelbliche Drüsen die Nebennieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die paarigen Nieren haben nur wenige Nierenkörperchen. Das letzte Tubulussegment ist ein sogenanntes Sexualsegment, dessen genaue Funktion aber unklar ist. Chamäleons haben keine Henle’sche Schleife, mit deren Hilfe Säuger ihren Harn konzentrieren können (Wasser wird entzogen). Stattdessen scheiden sie direkt Harnsäure als Urat aus. Ebenso fehlt den Chamäleons ein Nierenbecken oder Papillen, in das bei Säugern die Sammelrohre der Niere münden, sondern die Sammelrohre münden direkt in den Harnleiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Blase und Kloake==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kloake selbst funktioniert als gemeinsamer „Ausgang“ für Harn und Kot, d.h. auch der Enddarm mündet in die Kloake. Sie ist in drei Bereiche geteilt: Coprodeum, Urodeum und Proctodeum. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Harnleiter mündet bei Chamäleons in die Blase, die wiederum an die Kloake angeschlossen ist. Bei männlichen Tieren enden Harn- und Samenleiter meist auf der sogenannten Papilla urogenitalis im Urodaeum. Bei weiblichen Tieren dagegen verlaufen Harn- und Eileiter getrennt zur Kloake.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschlechtsorgane==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Männliche Chamäleons verfügen nicht nur über einen Penis, sondern gleich über zwei sogenannte Hemipenes. Diese liegen in Taschen hinter der Kloake. Auf der Oberseite des Hemipenis befindet sich eine schmale Rinne, die die Spermien bei der Kopulation in die Kloake des Weibchens befördert. Die Hemipenes mit ihrem spezifischen Aussehen (u.a. den verschiedenen Papillen, &amp;quot;Häkchen&amp;quot; darauf) werden auch zur Artdifferenzierung herangezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weibliche Chamäleons sind entweder ovipar (legen weichschalige Eier) oder ovovivipar (gebären lebende Junge, die von einer dünnen Eihaut umgeben sind).  Die Tiere haben wie beim Säuger Eierstöcke, Eileiter, Gebärmutter und Scheide, allerdings mündet letztere in die Kloake. Beim Eierlegen kann der Bereich der Kloake vorgestülpt werden, so dass die Eier nicht in Kontakt mit Kot oder Urat kommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschlechtsreife wird bei Echsen durch die Körpergröße bestimmt, nicht durch das Alter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschlechtsmerkmale==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Chamäleonarten weisen einen starken Geschlechtsdimorphismus auf. Die Männchen sind bei vielen Arten größer, bunter gefärbt und bei einigen Arten weisen sie typische Schnauzenfortsätze oder größere Rückenkämme auf. Beim Jemenchamäleon z.B. haben die Männchen einen größeren Helm und einen Sporn am Fuß, allerdings ist dieser Sporn auch schon vereinzelt bei Weibchen aufgetreten. Der Schwanzansatz eines männlichen Chamäleons ist durch die beiden Hemipenes-Taschen deutlich verdickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Endokrine Organe=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den endokrinen Organen zählen Epi- und Hypophyse, Schilddrüse, Nebennieren, die Langerhans’schen Inseln des Pancreas sowie die Keimdrüsen. Eine Besonderheit bei Echsen ist die Ultimobranchialdrüse, die Calcitonin separat von der Schilddrüse produziert. Außerdem liegen die Nebennieren direkt im Hoden- oder Eierstockgekröse, so dass eine Kastration sehr vorsichtig durchgeführt werden muss, um die Nebennieren nicht zu verletzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Extremitäten=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Fuesse1.JPG|thumb|Zehen am Skelett - © Alex Laube |250px]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Fuesse2.JPG|thumb|Zehen am lebenden Tier - © Alex Laube |250px]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Extremitäten des Chamäleons sind prinzipiell genau wie die des Menschen aufgebaut, lediglich die Finger weichen deutlich ab. Finger und Fußzehen bilden quasi kleine Greifzangen, die eine optimale Anpassung an die kletternde Lebensweise bilden. An den Vordergliedmaßen sind zwei Finger nach außen und drei nach innen gerichtet, an den Hintergliedmaßen ist es genau andersherum: Zwei Zehen nach innen, drei zeigen nach außen. Das Phänomen der „zusammen gewachsenen“ Finger und Zehen nennt man Syndaktilie. Tatsächlich sind aber die Knochen selbst nicht miteinander verwachsen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Schwanz=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schwanz der echten Chamäleons ist meist so lang wie der Körper selbst und wird zum Festhalten und Klettern genutzt. Er kann nicht abgeworfen oder regeneriert werden. Schlafende oder drohende Chamäleons rollen den Schwanz vollständig ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* John Douglas Mader, Reptile medicine and surgery, 2nd edition, Elsevier Inc., Missouri 2006 &lt;br /&gt;
* Petr Nečas, Chameleons – Nature’s hidden jewels, Edition Chimaria, Frankfurt 1999&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Alexl</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.chamaeleons-online.com/wiki/Trioceros_melleri</id>
		<title>Trioceros melleri</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.chamaeleons-online.com/wiki/Trioceros_melleri"/>
				<updated>2010-07-15T17:47:07Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Dierk: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Elefantenohrchamäleon&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beschreibung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trioceros melleri ist mit einer Gesamtlänge von 457 bis 609mm das größte Chamäleon des afrikanischen Festlandes. Adulte Tiere erreichen ein Gewicht von bis zu 450 Gramm.&lt;br /&gt;
Im Verhältniss zum massigen, hochrückigen Körper ist der Kopf eher von geringer Größe.&lt;br /&gt;
Auffällig sind die beiden großen, miteinander verbundenen Hinterhautlappen (Occipitallappen),&lt;br /&gt;
ein gewellter Rückenkamm, der fast bis zur Schwanzspitze reicht und ein seitlich abgeflachtes Horn auf dem Rostrum.Der Schwanz ist etwas kürzer als die halbe Gesamtlänge.&lt;br /&gt;
Ein Kehlkamm oder Bauchkamm fehlt. Die Zungenlänge kann bis 51cm betragen.&lt;br /&gt;
Der Körper ist normalerweise hell-, blau-, oder  grau-, grün gefärbt und mit breiten, gelben Bändern vertikal gestreift. Oft sind verschieden große, gelbe, grüne, weiße oder schwarze Flecken unregelmäßig über den Körper verteilt.&lt;br /&gt;
Der Geschlechtsdimorphismus ist relativ schwach ausgeprägt, die Geschlechtsbestimmung schwierig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbreitung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Elefantenohrchamäleon ist ein Bewohner der Baumkronen in den Buschsavannen, Galeriewäldern und Regenwäldern Ostafrikas in Tansania, dem nördlichen Mosambik und Malawi. Es wurde dort bis in Höhen von 1500m ü.N.N. gesichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haltung im Terrarium&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
T.melleri braucht als Baumbewohner einen gut bepflanzten Lebensraum mit viel Freiraum. Weil die Tiere extrem streßempfindlich sind, ist ihre Haltung nur in sehr geräumigen Terrarien von mindestens &lt;br /&gt;
150 x 160 x 200 cm möglich. Insbesondere Männchen können trotzdem mit Stressreaktionen wie zB dem Aufscheuern der Schnautzenspitze reagieren. Daher ist eine Haltung in einem eigenen Terrarienzimmer oder einer geräumigen Fensterbank vorzuziehen.&lt;br /&gt;
Weibchen können vergesellschaftet werden, Männchen reagieren aufeinander sehr aggressiv.&lt;br /&gt;
Tagsüber werden Temperaturen von 18°C bis  27°C, Nachts von 10°C bis 21°C bevorzugt.&lt;br /&gt;
Temperaturen ab 28°C können Hitzestress verursachen und erfordern vermehrtes Tränken bzw. Sprühen.&lt;br /&gt;
Aber auch ohne zu hohe Temperaturen brauchen diese Tiere viel Flüssigkeit, weswegen eine Tropftränke, oder besser, Beregnungsanlage von Vorteil ist. Bei der Einrichtung und Bepflanzung ist das Gewicht der Tiere zu berücksichtigen und daß sie in freier Natur auch Pflanzen fressen. Ficusarten und Drachenbäume sind geeignet. Als Futter eignen sich Heuschrecken, Schaben, Schmetterlinge, Grillen, Mäuse und sogar kleine Vögel. Die Futtertiere sollten über Fütterung angereichert werden. Das einpudern der Futterinsekten mit Calciumpuder oder Vitaminen kann zu Überdosierung von  Spurenelementen und Vitaminen führen und sollte deswegen nur im Wachstum und der Gravidität durchgeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verhalten im Terrarium&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fortpflanzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gravidität dauert etwa 90 Tage. Das Weibchen legt dann 25 bis  90 Eier in eine etwa 30cm tief gegrabene, flache Grube. Der gesammte Prozess der Eiablage bis zum vergraben des Nestes dauert etwa 6 bis 10 Stunden. Die Eier sollten bei etwa 23°C inkubiert werden mit leichter Nachtabsenkung um einige Grad. Höhere Temperaturen senken die Schlupfrate. Temperaturen über 26,6°C sind für die Entwicklung der Embryonen gefährlich. Bis zum Schlupf der Jungtiere dauert es bei  23°C 140 bis 180 Tage.&lt;br /&gt;
Die Schlüpflinge sind etwa 10cm lang und wiegen um die 2 Gramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen: Necas,Kalisch,K.(2002)Chamaelio(Trioceros)melleri Chameleons!online E-Zine,November 2002,&lt;br /&gt;
melleridiscovery.com&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dierk</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.chamaeleons-online.com/wiki/Kinyongia_vanheygeni</id>
		<title>Kinyongia vanheygeni</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.chamaeleons-online.com/wiki/Kinyongia_vanheygeni"/>
				<updated>2010-07-05T10:08:41Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Yxcv: Formatierung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Vorlage:Artenbox|Bild1=[[Image:beispiel1.jpg|thumb|300px|center| ''[[Kinyongia vanheygeni]]'' ♂]]|Bild2=[[Image:beispiel2.jpg |thumb|300px|center|''[[Kinyongia vanheygeni]]'' ♀]]|nach=[[NECAS]], 2009|Gattung=''Kinyongia''|Untergattung=|Artname=''vanheygeni''|Trivial=van Heygens Chamäleon|Schutz={{Vorlage:WASG}}}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Systematik==&lt;br /&gt;
Im Jahre 2002 wurde erstmals in den Poroto Bergen  in Tansania eine bis dahin unbekannte Chamäleonart von heimischen Bauern gefangen, die das Tier dann dem tschechischen Herpetologen Peter Nagy vorzeigten. 2005 wurde dann von Peter Nagy und Petr Necas ein weiteres Tier der damals unbekannten Art in einem kommerziellen Import gefunden, leider war dieses männliche Exemplar bereits tot. Durch eine Anfrage beim Exporteur konnten wieder die Poroto Berge als Fundort bestimmt werden.&lt;br /&gt;
2008 wurde dann während einer Expedition des belgischen Herpetologen Emmanuel van Heygen ein weiteres männliches Exemplar gefunden, van Heygen gelang der erstmalige Bildnachweis eines lebenden Exemplares. Durch die Veröffentlichung des Bildmaterials im Internet wurde wiederum Petr Necas aufmerksam, dieser beschrieb die Art 2009 zu Ehren Emmanuel van Heygens als Kinyongia vanheygeni, Basis für die Erstbeschreibung sind die beiden männlichen Exemplare.&lt;br /&gt;
Aufgrund des Körperbaus gibt es aktuell keinen Zweifel an der Einordnung in die Gattung Kinyongia. Eine DNS – Analyse wurde bisher nicht durchgeführt, deshalb können noch keine genauen Aussagen über die Verwandschaftsverhältnisse dieser neuen Art innerhalb der Gattung Kinyongia gemacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aussehen / Verwechslungsmöglichkeiten:==&lt;br /&gt;
Kinyongia vanheygeni ist ähnlich wie Kinyongia tenue und oxyrhina ein kleines und graziles Chamäleon, bei dem die Schwanzlänge die Kopf-Rumpf-Länge um einige mm überschreitet. Beim Typusexemplar beträgt die Gesamtlänge 128 mm, die Schwanzlänge ist mit 67 mm 8 mm länger als die Kopf-Rumpf-Länge.&lt;br /&gt;
Die Beschuppung der Gliedmaßen, des Schwanzes und der Kehle ist homogen, während die Schuppen des  Körpers subheterogen sind. Ein Rücken-, Kehl- und Bauchkamm sind nicht vorhanden. Auch ein Temporalkamm fehlt. Die Beschaffenheit des Kopfes unterscheidet K.vanheygeni  von den ähnlich kleinen und ebenfalls in Tansania lebenden Arten Kinyongia oxyrhina und tenuis. Kinyongia vanheygeni trägt einen deutlich abgesetzten Helm, der im Vergleich zu anderen kleinen Vertretern der Gattung sehr hoch ist.&lt;br /&gt;
K.vanheygeni besitzt wie K.oxyrhina und K.tenuis einen Nasen/Hornfortsatz. Die Canthi rostrales bilden das Horn, dass die Maulspitze bis zu 2,8 mm überragt. Die Lateralkanten enden jeweils in einer stumpfen konischen Schuppe. Bei Kinyonia tenuis ist dieser Fortsatz länger und läuft zum Ende hin spitz zu. Bei K.oxyrhina ist das unechte Rostralhorn noch länger, die Canthi rostrales stoßen ebenfalls zusammen und bilden einen bis zu 13 mm langen flexiblen Fortsatz. Somit besitzen sowohl K.tenuis als auch K.oxyrhina einen seitlich abgeflachten Nasenfortsatz, da außerdem die Helme beider Arten deutlicher flacher ausfallen, fällt die Unterscheidung leicht.&lt;br /&gt;
Die Färbung besteht aus verschiedenen gelb, grün, braun und grau-Tönen. Drei Lateralstreifen heben sich deutlich ab. Der Rücken ist dunkler als der Bauchbereich und braun / rostbraun gefärbt. Die Zwischenschuppenhaut ist im Bereich der drei Lateralstreifen deutlich dunkler als auf dem restlichen Körper. Die Zwischenschuppenhaut der Kehle ist sehr hell.&lt;br /&gt;
All diese Merkmale wurden nur anhand des Typusexemplars und der Aufnahmen Emmanuel van Heygens festgestellt. Bis heute wurde von der Art leider kein Weibchen gefunden. Wahrscheinlich ist bei den Weibchen wie bei den anderen Kinyongiaarten der Nasenfortsatz kleiner und vielleicht sogar gar nicht vorhanden, der Helm ist höchstwahrscheinlich auch niedriger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbreitung==&lt;br /&gt;
Bisher ist als Fundort ausschließlich das Poroto- Gebirge, das im Süden Tansanias liegt, bekannt. Gefunden wurde das adulte Tier der Exoterra Expedition in der Nähe des Ngozi-Kraters. Das Gebiet weißt häufige Niederschläge auf und da sowohl landwirtschaftliche –als auch die forstwirtschaftliche Nutzung (noch) nicht weit fortgeschritten sind, befinden sich dort noch relativ dichte Wälder. Das Poroto-Gebirge erhebt sich bis zu 2800 m über dem Meeresspiegel, der Ngozi-Krater und Stausee befindet sich 2620 m über dem Meeresspiegel. Im Poroto Gebirge gibt es insgesamt sieben Waldschutzgebiete. Ebenfalls in den Poroto Bergen leben die Chamäleon Arten Trioceros fuelleborni, goetzei, incornutus und laterispinis sowie Rhampholeon (Rd.) nchisiensis.&lt;br /&gt;
Der nächste Vertreter der Gattung Kinyongia, Kinyongia oxyrhina, ist erst 350 km entfernt zu finden. Diese Species lebt in den Uluguru- und Uzungwe Bergen.&lt;br /&gt;
Somit ist zumindest im direkten Verbreitungsgebiet eine Verwechslung mit anderen Chamäleonarten eigentlich ausgeschlossen.&lt;br /&gt;
Aufgrund der geringen Größe und der unauffälligen Färbung, sowie der versteckten Lebensweise wird es wohl auch in Zukunft Schwierigkeiten bei der Suche nach weiteren Exemplaren geben. In der Terraristik wird diese Art wohl auch in nächster Zeit noch nicht zu finden sein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
*PDF, Necas 2009: Ein neues Chamäleon der Gattung Kinyongia Tilbury, Tolley &amp;amp; Branch 2006 aus den Poroto-Bergen, Süd-Tansania&lt;br /&gt;
*Necas, Petr . 2004: Chamäleons, Bunte Juwelen der Natur 3. Auflage&lt;br /&gt;
*Mann, Gunter 2008: Vorstellung von Kinyongia oxyrhina, Chamaeleo *Mitteilungsblatt der AG Chamäleons&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Links==&lt;br /&gt;
*Expeditionsbericht von van Heygen:                                                                                     http://www.exo-terra.com/de/reptile_research/kinyongia_vanheygeni.php&lt;br /&gt;
*Dokumentation derselben Expedition:                                                                                    http://www.exo-terra.com/flash/movies/exp_tanzania2008_de.php&lt;br /&gt;
*Bilder von Kinyongia vanheygeni und Habitataufnahmen: http://www.flickr.com/photos/evanheygen/3202246896/&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MrCus</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.chamaeleons-online.com/wiki/Trioceros_cristatus</id>
		<title>Trioceros cristatus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.chamaeleons-online.com/wiki/Trioceros_cristatus"/>
				<updated>2010-06-11T15:19:33Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;MrCus: Autornamen nicht in den Artikel! Auch andere Leute bearbeiten die Artikel im laufe der Zeit&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Vorlage:Artenbox|Bild1=[[Image:T_Cristatus_1_0.jpg|thumb|310px|center| ''Triceros cristatus'' 1.0]]|Bild2=[[Image:T_Cristatus_0_1.jpg |thumb|310px|center|''Triceros cristatus'' 0.1]]|nach=[[Stutchbury]] 1837|Gattung=Triceros|Artname=cristatus|Trivial=Kammchamäleon}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Allgemein==&lt;br /&gt;
Trioceros cristatus gehört zu dem sogenannten Cristatus-Komplex zum dem auch weitere Arten gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Arten aus dem Cristatus-Komplex sind z.B.:&lt;br /&gt;
*Trioceros quadricornis &lt;br /&gt;
*Trioceros wiedersheimi&lt;br /&gt;
*Trioceros montium&lt;br /&gt;
*Trioceros eisentrauti&lt;br /&gt;
*Tricoeros camerunensis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trioceros cristatus gehört zu den mittelgroßen Chamäleons. Weibchen erreichen eine Gesamtlänge von etwa 28cm und Männchen bleiben mit maximal 26cm etwas kleiner. &lt;br /&gt;
Beide Geschlechter haben einen bis zu 3cm hohen Kamm auf dem Rücken, der jedoch bei weiblichen Tieren nicht so stark ausgeprägt ist, wie dies bei Männchen der Fall ist. &lt;br /&gt;
Der Rückenkamm besteht aus einem Hautlappen der von zwei Knochen gespannt wird.&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu anderen Chamäleonarten ist der Schwanz deutlich kürzer als die Körperlänge. Am Schwanzansatz befindet sich bei beiden Geschlechtern ein kleines Schwanzsegel, welches jedoch bei männlichen Tieren stärker ausgebildet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farben bei männlichen Kammchamäleons variieren zwischen Rot-, Grau-, Braun-, Schwarz- und Weißfarbtönen. Die Krone des Helmes leuchtet meist in einem blauvioletten Farbton.&lt;br /&gt;
Weibliche Tiere sind hingegen grün gefärbt. Einige wenige schwarze Musterungen sind jedoch häufig zu sehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbreitungsgebiet==&lt;br /&gt;
Trioceros cristatus stammt aus Westafrika und ist in Kamerun, Guinea, Kongo, Gabun, Äquatorial Guinea, Togo, Zentralafrika und Fernando Po Island beheimatet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Klima im natürlichen Lebensraum ist feuchtwarm, mit kühlen Nachttemperaturen. &lt;br /&gt;
Tricoeros cristatus wurde bereits im Tiefland wie auch im Hochgebirge vorgefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Haltung im Terrarium==&lt;br /&gt;
Kammchamäleons werden vom Autor als Paar in einem Terrarium mit den Maßen 100cm x 60cm x130cm untergebracht. Die Wände des Terrariums wurden mit Presskorkplatten verkleidet.&lt;br /&gt;
Der Vorteil hierbei ist das diese Korkplatten sehr gut die Feuchtigkeit speichern. &lt;br /&gt;
Eine gute Belüftung des Terrariums ist für diese Chamäleonart von großer Bedeutung, jedoch muss gleichzeitig eine hohe Luftfeuchtigkeit gewährleistet sein. &lt;br /&gt;
Der Deckel vom Terrarium sollte komplett aus Gaze sein und in der Front ist eine Lüftung von 100cm x 10cm eingebaut. &lt;br /&gt;
Das Terrarium sollte unbedingt dicht bepflanzt werden um ein humides Klima zu erzeugen.&lt;br /&gt;
Als Bodengrund kann gewöhnliche Blumenerde verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die richtige Wahl der Beleuchtung ist beim Kammchamäleon nicht leicht.&lt;br /&gt;
Wenn zu helle Lichtquellen gewählt werden halten sich die Tiere nur im unteren Bereich des Terrariums auf. Ich habe mein Terrarium mit HQL Lampen sowie einer T5 Leuchtstoffröhre beleuchtet. Bei Bedarf kann man noch einen leichten Wärmespot hinzufügen. &lt;br /&gt;
Die Temperaturen im Terrarium liegen am Tag bei 20°C – 26°C und Nachts bei 16°C – 18°C.&lt;br /&gt;
Eine kühlere Haltung stellte sich als sehr sinnvoll raus. Die Tiere fressen und wachsen bereit bei deutlich niedrigeren Temperaturen. 20°C am Tag sollten jedoch nicht unterschritten werden. &lt;br /&gt;
Der wichtigste Faktor ist jedoch die Einhaltung einer konstant hohen Luftfeuchtigkeit verbunden mit viel Flüssigkeitsgaben. Meine Tiere werden mindestens 2x pro Woche zusätzlich mit einer Pipette getränkt. &lt;br /&gt;
Wird es im Terrarium zu trocken werden die Tiere sehr träge und schließen auch die Augen. &lt;br /&gt;
Wird die Luftfeuchte wieder erhöht „erwachen“ die Tiere wieder.&lt;br /&gt;
Daher sollte das Terrarium etwa dreimal am Tag überbraust werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nahrungsangebot sollte wie bei anderen Chamäleonarten auch sehr abwechslungsreich gestaltet werden. Es werden mit Ausnahme von Mittelmeergrillen, die wegen ihrer schwarzen Färbung nicht gefressen werden, nahezu alle Futterinsekten angenommen. Besonders bevorzugt werden jedoch Stubenfliegen. Die adulten Tiere sollten alle 2-3 Tage Futter bekommen. Wichtig ist nach meiner Erfahrung, die Futtertiere bei Montanchamäleons nicht zu häufig mit Mineralpräperaten wie z.B. Korvimin zu bestäuben. Dies kann bei diesen Arten schnell zu Organschäden führen. Jungtiere hingegen können so viel Futter bekommen wie sie mögen. Bei Jungtieren und trächtigen Weibchen ist besonders auf eine ausreichende Calziumversorgung zu achten, die zum Wachstum und zur Eierbildung sehr wichtig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verhalten im Terrarium==&lt;br /&gt;
Tricoeros cristatus kann durchaus als eine sehr ruhige Art bezeichnet werden. Oft sitzen die Tiere lange Zeit an Ihrem Lieblingsplatz. Nach der Morgendlichen Aufwärmphase kann man jedoch gut beobachten wie die Tiere auf der Suche nach Nahrung durch ihr Terrarium streifen. &lt;br /&gt;
Oft schon wurde in der Literatur beschrieben das sich die Tiere in den Bodengrund Löcher graben und sich in diese zur Jagt von Insekten hinein legen. Dies könnte jedoch auch der Klimaregulation dienen. Da ich meine Tiere recht kühl halte, konnte ich dieses noch nicht beobachten, was eher dafür spricht dass das oben beschriebene Loch graben der Klimaregulierung dient. &lt;br /&gt;
Auffällig ist das Kammchamäleons vor dem schießen eines Futtertieres kräftig mit Ihrem Kopf wackeln. Vermutlich dient dies dazu, die Insekten dazu zu bringen sich kurz zu bewegen um das Insekt besser erkennen zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verpaarung==&lt;br /&gt;
Da die Tiere bei mir Dauerhaft Paarweise gehalten werden musste ich die Tiere nicht zur Paarung zusammensetzen. &lt;br /&gt;
In Regelmäßigen abständen balzt das Männchen das Weibchen mit Kopfnicken an und zeigt ihr dabei seine schönsten Farben. Ist das Weibchen nicht paarungsbereit färbt es sich schwarz und deutet ihre Missstimmung mit kräftigem querwackeln an. &lt;br /&gt;
Ist das Weibchen paarungsbereit kommt es zur Verpaarung. &lt;br /&gt;
Die Paarung wiederholt sich an mehreren Tagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch während der Trächtigkeit hielt ich die beiden Geschlechter ohne Probleme gemeinsam in einem Terrarium. &lt;br /&gt;
Nach einer Tragedauer von 3,5 Monaten legte das Weibchen ihr aus 15 Eiern bestehendes Gelege in dem feucht gehaltenen Terrarienboden ab. &lt;br /&gt;
Die Eier wurden anschließen aus dem Terrarium entnommen und in anfangs sehr feuchtes Vermiculite jeweils zu sechs Eiern in Heimchendosen übergeführt. &lt;br /&gt;
Das Substrat wurde während der gesamten Inkubationszeit stetig nachgefeuchtet und erst gegen Ende der Inkubation wurde es trockener gehalten. &lt;br /&gt;
Die Temperaturen bei der Inkubation lagen am Tag bei 20-23° mit einer Nachtabsenkung auf etwa 18°C. Dadurch das die Eier nicht in einem Inkubator sondern im Terrarienzimmer inkubiert wurden, gab es keine konstante Temperatur. &lt;br /&gt;
Nach etwa 270 Tagen schlüpfe dann das erste Jungtier.&lt;br /&gt;
Die Gesamtlänge beim Schlüpf beträgt 6,5cm. Was sehr interessant und auffällig ist, ist das der Schwanz bei Jungtieren im Verhältnis zum Körper deutlich länger ist als das bei adulten Tieren der Fall ist. &lt;br /&gt;
Die kleinen Kammchamäleons werden in kleinen Gruppen, in kleinen aber gut belüfteten Terrarien bei Zimmertemperatur aufgezogen. &lt;br /&gt;
Gefressen werden zunächst nur Fruchtfliegen. Nach einer Woche kann man dann Microheimchen anbieten. Nach etwa 8 Wochen lassen sich auf Grund des Rückenkamms und der Färbung der Tiere bereits erste Tiere geschlechtlich bestimmen. Die Tiere haben dann eine Gesamtlänge von 8cm. Eine hohe Luftfeuchte und viel Wassergabe ist auch bei den Nachzuchten sehr wichtig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine erneute Verpaarung der adulten Tiere erfolgte acht Wochen nach der Eiablage.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yxcv</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.chamaeleons-online.com/wiki/Bradypodion_setaroi</id>
		<title>Bradypodion setaroi</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.chamaeleons-online.com/wiki/Bradypodion_setaroi"/>
				<updated>2010-06-06T16:54:04Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Alexl: Text etwas flüssiger zusammengeschrieben und Hinweise zu Temperaturen, Aufzucht und Futtertieren eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Vorlage:Artenbox|Bild1=[[Image:Bradypodion_setaroi_1_0.jpg|thumb|310px|center|''Bradypodion setaroi Männchen'']]|Bild2=[[Image:Bradypodion_setaroi_0_1.jpg|thumb|310px|center|''Bradypodion setaroi Weibchen'']]|nach=[[Raw]] 1976|Gattung=Bradypodion|Artname=setaroi|Trivial=?}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Systematik==&lt;br /&gt;
*1976, Raw &lt;br /&gt;
*1997, Klaver, Ch.J.J &amp;amp; Böhme W. ,Das Tierreich 112 XIV , 1-85.&lt;br /&gt;
*1999, Necas, Petr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aussehen und Geschlechtsdimorphismus==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bradypodion setaroi gehört zu den kleineren Chamäleons mit einer Gesamtlänge von gerade mal 12-13 cm. Diese Zwergchamäleons besitzen einen schmalen, länglichen Körperbau, der Helm ist niedrig und ohne Hinterhauptlappen. Der Kehlkamm besteht aus kleinen, fein beschuppten Hautläppchen, der Rückenkamm ist nicht allzu stark mit konischen Schuppen ausgebildet. Die Grundfarben beider Geschlechter sind Braun, Grau und ein cremiges Beige. Zusätzlich zeigen die Männchen bei Erregung auf dem Körper und auf den Kopfseiten blaue und rote Streifen. Die Weibchen bleiben meist relativ einfarbig hellbeige bis braun. Auf den Flanken befinden sich linienförmig angeordnet orange Warzen. Die Schwanzlänge beträgt etwa die Hälfte der Gesamtlänge der Tiere, bei Männchen teilweise sogar länger. Der Schwanz wird häufig grade vom Körper abgestreckt getragen.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herkunft und Klima==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bradypodion setaroi kommt aus der Provinz Kwazulu-Natal Südafrika (genauer aus dem Küstenstreifen zwischen dem St. Lucia Estuary und den Sibaya-See). Außerdem kommen sie auch im südlichen Mozambique vor. Sie leben dort auf Büschen und Bäumen in den Küstenwäldern. Die Tageshöchsttemperatur sollte etwa bei 26° C liegen und nachts um gute 6° C fallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Haltung und Zucht==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Art kann in relativ kleinen Terrarien gepflegt werden, die sehr gut belüftet und mit vielen Kletterästen und Pflanzen ausgestattet sind. Ein Spotstrahler sollte vormittags lokal für höhere Temperaturen sorgen. Durch Sprühen sollte mehrmals täglich die Luftfeuchtigkeit erhöht werden. Die Tiere trinken gerne von den Blättern, entsprechende Pflanzen, die gut die Wassertropfen halten, sollten vorhanden sein. Im Sommer ist eine Freilandhaltung zu empfehlen, wobei die Tiere auch vereinzelte Höchsttemperaturen über 26°C an einem schattigen Platz im Gegensatz zu vielen anderen Bradypodion-Arten noch gut überstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bradypodion setaroi ist ovovivipar, d.h. lebendgebärend. Die Weibchen können nach einer Trächtigkeitsperiode von 70-93 Tagen 5-12 Jungtiere zur Welt bringen - und das bis zu viermal im Jahr. Zum Geburtszeitpunkt sind die kleinen Bradypodion nur 1-2 cm lang. Sie erreichen die Geschlechtsreife schon im Alter von 4-5 Monaten. Die Jungtiere sind analog zur Haltung der Elterntiere sehr gut aufzuziehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernährung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefressen werden alle Insekten entsprechender Größe, z.B. Micro-Grillen, Drosophila, kleine Raupen, Erbsenblattläuse, Bohnenkäfer oder Ofenfischchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Chamäleons Drachen unserer Zeit&lt;br /&gt;
*Chamäleons Bunte Juwelen der Natur&lt;br /&gt;
*Chameleons of southern africa; Krystal Tolley &amp;amp; Marius Burger 2007&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yxcv</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.chamaeleons-online.com/wiki/Bradypodion_thamnobates</id>
		<title>Bradypodion thamnobates</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.chamaeleons-online.com/wiki/Bradypodion_thamnobates"/>
				<updated>2010-06-04T11:14:37Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Yxcv: Erstbeschreiber gändert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Vorlage:Artenbox|Bild1=[[Image:Bradypodion_thamnobates_1_0.jpg|thumb|310px|center|''Bradypodion thamnobates Männchen'']]|Bild2=[[Image:Bradypodion_thamnobates_0_1.jpg|thumb|310px|center|''Bradypodion thamnobates Weibchen'']]|nach=[[Raw]] 1976|Gattung=Bradypodion|Artname=thamnobates|Trivial=?}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Systematik==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1976 Bradypodion thamnobates Raw – Durban Mus. Novit., 11: 154. &lt;br /&gt;
*1991 Bradypodion pumilus thamnobates Hofman, Maxson &amp;amp; Arntzen – Amphibia - Reptilia, 12: 250.&lt;br /&gt;
*1997 Bradypodion thamnobates Klaver &amp;amp; Böhme – Das Tierreich, 112: 28. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Namensgebung aus dem Griechischen: &amp;quot;thamno&amp;quot; = Busch; &amp;quot;bates&amp;quot; = durchkriechend &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aussehen und Geschlechtsdimorphismus== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;'''Farben'''&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bradypodion thamnobates gehört zu einer der schönsten Chamäleon-Arten.Die Männchen weisen eine variable Färbung in Rot-,Grün-,Braun- und Gelbtönen auf. Bei den Weibchen dominieren tarnende Farben wie braun, grün oder gelb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;'''Größe'''&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Köpergröße von Bradypodion thamnobates wird mit bis zu 18 cm angegeben, jedoch sind die Männchen mit durchschnittlich 12 cm kleiner als die  mit rund 15 cm großen Weibchen. &lt;br /&gt;
Dabei beträgt die Schwanzlänge bei Jungtieren und Weibchen die Hälfte, bei Männchen sogar mehr als die Hälfte der Körperlänge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;'''Besondere Kennzeichen'''&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders adulte Männchen besitzen einen ausgeprägten Helm und Warzen auf den Flanken, ebenso eine verdickte Schwanzwurzel. Die sich teilweise überlappenden Kehlkammschuppen sind ausgeprägt und weiß, ebenso wie die Kehlhaut. Auf dem Rücken und der ersten Schwanzhälfte ist ein Schuppenkamm ausgebildet. Vom Maul bis zum Schwanz verläuft ein dunklerer Streifen, der lediglich bei den Männchen an der Körperseite auch farbig (rot, orange) begleitet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herkunft und Klima== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Östliches Südafrika, Provinz Natal: Mooi-Fluß, Howick, Bulwer, Dargle. Im Landesinneren der Provinz Kwa-Zulu Natal, in der Umgebung von Howick. Terra typica: Nottingham Road, KwaZulu Natal, South africa. Auf Bäumen, im Buschwerk und Gestrüpp der Wälder zwischen 1000-1400m Höhe anzutreffen. Etwas feuchteres Klima. Im Sommer zwischen 15 Grad nachts und 28 Grad tagsüber, im Winter zwischen 0 Grad nachts und Tageshöchstwerten von 20 Grad. Bestandsrückgang in den letzten Jahren aufgrund Trockenheit im besagten Gebiet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Haltung im Terrarium==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Absolut zu empfehlen sind Vollgazeterrarien (der Schreiberling verwendet ZooMed ReptiBreeze 46x46x92cm für Innen- und Außenhaltung von 1.1), Mindestgröße abhängig von Einzel- oder Paarhaltung. Eine Nachtabsenkung von mindestens 6-8 Grad ist unbedingt notwendig, eine Haltung im Aussenbereich von Mai bis Oktober ist zu empfehlen. Als Bepflanzung ist schmalblättriger Zierspargel (Asparagus) aufgrund der dünnen, idealen Äste und Schefflera (Wasser sammelt sich optimal in der Blattkrone) zu empfehlen. Ebenso eignen sich kleine Ficus benjamini da sie gute Versteckmöglichkeiten bieten. Die Tiere schlafen gerne auf den Blättern. Insgesamt ist eine dichte Bepflanzung zu empfehlen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernährung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möglichst kleine Futtertiere wie Drosophila, kleine Heimchen und Grillen. etc. Die Tiere nehmen fast nur absolut mundgerechte Nahrung auf. Kriechende Futtertiere werden lieber gefressen als springende, sich hektisch bewegende. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fortpflanzung und Zucht==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ovovivipar, d.h. Ei-Lebendgebärend: Die Weibchen setzen nach einer 3-bis 6 monatigen Graviditäts Periode 8-26 Jungtiere ( Länge ca. 40-42 mm ) ab. Im Alter von 6 Monaten ( sogar schon mit 3 Monaten ) können sie Geschlechtsreif werden. Jungtiere werden mit Drosophila, Springschwänzen und Micro-Heimchen gefüttert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Chamäleons - Drachen unserer Zeit; W.Schmidt, K. Tamm, E.Wallikewitz&lt;br /&gt;
*http://www.ig-chamaeleons.../thamnobates/haltung.html &lt;br /&gt;
*Chamaeleons of south africa; Krystal Tolley &amp;amp; Marius Burger; 2007 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von „http://chamaeleons-online.com/wiki/ChamaeleoPedia:Benutzer“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Starbug</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.chamaeleons-online.com/wiki/Parasiten</id>
		<title>Parasiten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.chamaeleons-online.com/wiki/Parasiten"/>
				<updated>2010-05-08T11:17:33Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Alexl: /* Eimeria */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=Parasiten - was tun?=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parasiten sind ein häufig vorkommendes Problem bei Chamäleons, insbesondere bei Wildfängen. Dieser Artikel soll eine Übersicht über die bei Chamäleons vorkommenden Parasiten geben. Zwecks Vereinfachung und besserer Übersicht fehlen einige Ordnungs-, Überfamlien- und Familien-Angaben. Nicht alle Parasiten sind pathogen („krankmachend“), viele kommen auch ganz natürlich im Tier vor. Einige Arten sind fakultativ pathogen, d.h. sie erzeugen erst bei Massenbefall und unter Stress Erkrankungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Behandlungsmöglichkeiten werden hier nicht empfohlen, da das weitere Vorgehen bei Nachweis eines Parasitenbefalls mit dem Tierarzt abgesprochen werden sollte.''' Als Halter ist es jedoch wichtig, darüber informiert zu sein, wie die betreffende Parasitengattung lebt und wie Vorsorge und Desinfektion vonstatten gehen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Endoparasiten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Trichomonaden===&lt;br /&gt;
[[Bild:Trichomonaden.jpg|thumb|Trichomonaden in einer Kotprobe (Nativpräparat), 400fache Vergrößerung - © A. Laube |300px]]&lt;br /&gt;
Trichomonaden sind Einzeller, die sich durch Geißeln fortbewegen und hin und wieder bei Chamäleons vorkommen. Wichtig sind hier u.a. Monocercomonas und Leptomonas (letztere sind eigentlich Parasiten von Insekten, die sich entweder an das Chamäleon angepasst haben oder von Futtertieren stammen). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Chamäleon infiziert sich oral durch die Aufnahme von Zysten aus der Umgebung bzw. über die beweglichen, vegetativen Stadien aus Kot und Harn. Befallen werden hauptsächlich Dickdarm, unter anderem aber auch Urogenitaltrakt (Nieren!), Leber und Lunge. Monocercomonas stehen außerdem im Verdacht, über die Harnleiter zu den Nieren zu gelangen und verantwortlich für Nierenentzündungen zu sein (nicht gesichert). Bei schwerem Befall eines geschwächten Tieres kann es zu Verdauungsproblemen und Darmentzündungen kommen. Gesunde Tiere zeigen in aller Regel keine klinischen Erscheinungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kokzidien===&lt;br /&gt;
[[Bild:Kokzidien.jpg|thumb|Kokzidien-Oozysten in einer Kotprobe eines Furcifer pardalis (Nativpräparat), 400fache Vergrößerung - © A. Laube |300px]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Kokzidien_oxyuren.jpg|thumb|Kokzidien-Oozysten und Oxyuren-Ei in einer Kotprobe (Nativpräparat), 400fache Vergrößerung - © A. Laube |300px]]&lt;br /&gt;
Mit Kokzidien-Oozysten infizieren sich Chamäleons meist über Futtertiere, die Kontakt mit infiziertem Kot hatten, oder bereits beim Schlupf über Oozysten, die an der Eischale haften. Die Oozysten können jedoch auch vom Pfleger vom Terrarium eines befallenen Tiers zu einem weiteren verschleppt werden. Kokzidien gehören zu den am häufgisten bei Reptilien vorkommenden Parasiten. Befallen werden die Darmschleimhaut, Gallengänge und  Nieren. Oft limitiert die Infektion sich selbst, bei Adulten entsteht eine stabile Immunität, bei der die Tiere keinerlei Anzeichen einer Erkrankung zeigen. Bei Jungtieren oder Adulten unter Stress oder suboptimalen Haltungsbedingungen können Kokzidien jedoch zu schweren Erkrankungen u.a. mit Durchfall führen. Die Erkrankung nennt man Kokzidiose, eine reine Infektion ohne Krankheitssymptome heißt Kokzidiase.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Eimeria====&lt;br /&gt;
Die Infektion erfolgt oral mit sporulierten Oozysten, die über den Kot mechanisch (z.B. durch Futtertiere oder das Chamäleon selbst) oder aerogen (über die Luft) an Gegenständen und Boden verbreitet werden.  Eimeria führen zu Darmentzündungen und Durchfall, seltener zu Ikterus (&amp;quot;Gelbsucht&amp;quot;). Bei Chamäleons kann unter anderem Choleoeimeria sp. und Eimeria vencesi gefunden werden, diese könnnen auch in die Galle wandern. Schwillt bei einer Entzündung der Gallengang zu, sind die Tiere im Kot negativ, obwohl sie Parasiten haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Oozysten sind sehr langlebig, unter günstigen Bedingungen bleiben sie über ein Jahr infektiös. Damit die Oozysten sporulieren, benötigt Eimeria Feuchtigkeit und warme Temperaturen (optimal sind 25-30°C, unter 10°C sistiert die Entwicklung). Bei über 35°C werden die Oozysten geschädigt (Dampfstrahler zur Bekämpfung im ausgeräumten Terrarium ist möglich), gegen die meisten Desinfektionsmittel sind Eimeria jedoch resistent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Isospora====&lt;br /&gt;
Isospora verhält sich ähnlich Eimeria, ist aber weniger resistent gegen chemische Desinfektion. Bei Jemenchamäleons findet sich unter anderem Isospora jaracimrmani. Betroffen sind vor allem junge Tiere von drei bis fünf Monaten. Ältere Chamäleons zeigen bei einer Infektion oft keine Symptome. Bei Panther- und Jemenchamäleons gleichermaßen ist Isospora brygloi anzutreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Cryptosporidium====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Chamwiki_cryptos.jpg|thumb|Cryptosporidien an Dünndarmzotten, histologisches Präparat - © A. Laube |250px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bei Echsen am meisten vorkommende Art ist  Cryptosporidium saurophilum, beim Chamäleon kommt jedoch eine bisher nicht beschriebene Art vor. Das Chamäleon infiziert sich über kontaminiertes Trinkwasser  bzw. Belecken der Umgebung oder über infizierte Futtertiere mit Oozysten, die bereits sporuliert und damit sofort beim Ausscheiden infektiös sind. Jungtiere können bereits beim Schlupf durch auf dem Ei klebende Parasiten befallen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cryptosporidien vermehren sich in der Schleimhaut des Magen-Darm-Trakts und schädigen diese stark. Das Chamäleon magert ab (soweit man dies überhaupt erkennen kann), Nahrung wird unverdaut wieder ausgeschieden. Es gibt durchaus Tiere, die zwar offensichtlich nicht krank sind, trotzdem aber Cryptosporidien ausscheiden.  Die Parasiten sind jedoch definitiv nicht bei gesunden Tieren vorhanden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorsicht: Cryptosporidien stellen eine Zoonose da, d.h. sie können vom Tier auf den Menschen übertragen werden. Bei immungeschwächten Menschen können Cryptosporidien zu schweren Durchfällen, im schlimmsten Fall bis zum Tod führen. Im Normalfall limitiert sich die Infektion jedoch von selbst und es kommt nicht zu Symptomen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cryptosporidien sind extrem widerstandsfähig. Sie überleben Kälte bis  -20°C und Hitze bis 65°C, können aber mit &amp;gt;70°C über 10 Minuten (jede einzelne Stelle des ausgeräumten Terrariums muss so lang bearbeitet werden) abgetötet werden. Bei 5°C können sie bis zu 5 Jahre (!) infektiös bleiben. Die gängigen Desinfektionsmittel schädigen die Oozysten nicht, Ammoniak oder p-Chlor-m-Kresol ist auf Grund seiner gesundheitsschädigenden Wirkung nur in Absprache mit dem Tierarzt einzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Microsporidien===&lt;br /&gt;
Microsporidien sind bei Chamäleons eher selten ein Problem, können bei Befall aber zum Tod des Tieres führen. Unter anderem ist die Gattung Pleistophora zu finden. Die Infektion erfolgt oral oder aerogen, über Sporen oder intrauterin (bei lebendgebärenden Tieren).  Die zystenartigen Sporen dieser Einzeller finden sich in Muskeln und anderen Geweben (diese Parasiten sind obligat intrazellulär, d.h. sie überleben nur innerhalb einer Zelle). Microsporidien sind gut im geräumten Terrarium und an Gegenständen gut mit Hitze über 70°C, 10%igem Formalin oder 70%igem Alkohol abzutöten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Trematoden (Saugwürmer)===&lt;br /&gt;
[[Bild:Trematode.jpg|thumb|Trematode in Kotprobe (Nativpräparat), 400fache Vergrößerung - © A. Laube |300px]]&lt;br /&gt;
Unter den Saugwürmern sind vor allem die Spirorchiidae, eventuell auch Halipegus u.a. pathogen. Chamäleons infizieren sich oral, die Würmer können Kapillarblutgefäße verstopfen und dadurch eine Ischämie der nicht mehr versorgten Bereiche auslösen. Halipegus benötigt zwei Zwischenwirte, einen Muschelkrebs sowie eine Schnecke. Da beide im Terrarium fehlen, kommt dieser Parasit nur bei Wildfängen oder in freier Natur vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Cestoden (Bandwürmer)===&lt;br /&gt;
Bandwürmer sind Zwitter, die aus Scolex, Hals und Strobila aus Proglottiden bestehen. Jede Proglottide, die man im Kot finden kann, ist zwittrig mit Geschlechtsorganen ausgestattet. Die adulten Parasiten leben meist im Darm, einige Arten auch in der Gallenblase. Metacestoden besiedeln auch Organe. Für Echsen wichtig sind vor allem die Pseudophyllidae und Oochoristica, die Zwischenwirte für ihre Entwicklung benötigen (und daher selten bei Chamäleons in Terrarienhaltung anzutreffen sind).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nematoden (Faden- oder Rundwürmer)===&lt;br /&gt;
Nematoden vermehren sich sexuell. Sie weisen vier Larvenstadien (L1 bis L4) sowie ein präadultes Stadium (L5) auf, das zum adulten Parasit reift. Zwischen L1 und L4 häuten sich Nematoden viermal. Bemerkenswert ist die Fähigkeit zur Hypobiose, d.h. sie können eine „Ruhepause“ einlegen, in der keine Vermehrung oder Entwicklung stattfindet und während der entsprechend natürlich auch keine Eier oder Larven mit dem Kot ausgeschieden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Rhabditis====&lt;br /&gt;
Diese Parasiten kommen selten vor. Das Chamäleon infiziert sich oral über infektiöse L3 aus dem Kot. Meistens wandern die Larven aus dem Kot aus und dringen über die Haut ins Tier ein. Von dort wandern die Rhabditiden über die Unterhaut in Blutgefäße, von wo sie mit dem Blutstrom in die Lunge gelangen (hier kann es zur Schleimbildung, Pneumonie und Atembeschwerden kommen,  es ist aber auch ein symptomloser Befall möglich). Die Wanderung geht weiter über den Rachen, Speiseröhre und Magen zum Dünndarm, wo die Entwicklung abgeschlossen wird und die Weibchen parthenogenetisch Eier produzieren oder es zu sexueller Fortpflanzung kommt. Einige Larven wandern allerdings in Gewebe und Organe und gehen in Hypobiose. Zu Problemen kommt es meist bei mangelnder Hygiene durch suboptimale Haltung, hohen Temperaturen und hoher Feuchtigkeit. Die Eier können bei Ablage auch infiziert werden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====Strongylidae====&lt;br /&gt;
Auch bei den Strongylidae dringen die Parasiten vor allem über die Haut ein. Nicht alle sind pathogen, Str. mirzai kommt unter anderem bei Chamäleons vor. Die Parasiten leben im Darm, aber auch frei in Körperhöhlen, Lungen, Nase oder in der Unterhaut. Die infektiösen Stadien sind empfindlich gegen Trockenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Spirurida (Rollschwänze)====&lt;br /&gt;
Diese Nematoden leben im Magen, oft in den Wänden. Da sie einen Arthropoden als Zwischenwirt benötigen, sind sie nicht allzu häufig anzutreffen. Es kommen u.a. Physaloptera und Oswaldocruzia vor. Physaloptera werden indirekt über Gliederfüßer auf das Chamäleon übertragen, daher sind nur Wildfänge betroffen. Oswaldocruzia entwickelt sich ohne Zwischenwirt und kommt recht selten vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Filarioidea  (Filarien)====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Chamwiki_mikrofilarien.jpg|thumb|Mikrofilarien im Blutausstrich eines Säugers, 400fach vergrößert - © A. Laube |250px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Filarien können wenige mm bis zu 80cm lang werden. Die adulten Weibchen (=Makrofilarien) geben L1 (=Mikrofilarien) ins Gewebe oder Eier in den Kot ab. Die Mikrofilarien können weit entfernt von den Makrofilarien wiedergefunden werden, v.a. in Bindegewebe, Blut und Lymphe. Die adulten Parasiten leben in der Lunge, frei in der Körperhöhle, in Blutgefäßen oder im Unterhautbindegewebe.  In der Regel führen sie nicht zu einer Erkrankung, bei Massenbefall können aber Blutgefäße verstopfen. Filarien werden über Stechmücken übertragen und kommen daher in Gefangenschaft bei Chamäleons kaum vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Chamäleon ist insbesondere Foleyella furcata in Unterhaut und Körperhöhlen pathogen. Ein Befall mit Foleyella furcata ist in freier Natur oft symptomlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Ascaridida (Spulwürmer)====&lt;br /&gt;
Chamäleons infizieren sich über orale Aufnahme mit Eiern, deren L1 sich außerhalb des Wirts bei guter Feuchtigkeit und Wärme (optimal 22-25°C) zur infektiösen L3 entwickelt. Diese schlüpft im Dünndarm und entwickelt sich zu einem bis 12cm langen, gelblichen Wurm. Spulwürmer unternehmen Wanderungen außerhalb des Dünndarms, die Eier sind extrem langlebig. &lt;br /&gt;
Bei Echsen kommen u.a. die Arten Diaphanocephaloidea, Oswaldocruzia, Kalicephalus, Ophiotaenia, Proeocephalus und Crepidobohyrium vor, für Chamäleons sind Hexametra häufig (bei Trioceros melleri z.B. H. applanata, bei Jemenchamäleons ist Hexametra nicht in freier Wildbahn nachgewiesen). Heterakis kommen vor, sind aber in der Regel harmlos für die Tiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Parasiten können im Darm zu blutigen Geschwüren und Verstopfung führen,  die Darmwand perforieren und sogar Teile des Darms nekrotisieren (absterben lassen).  Einige infiltrieren auch die Tunica muscularis der Haut. Pathogene Spulwürmer sind für Chamäleons leider häufig tödlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Freien benötigen die Eier zwei Wochen zur Entwicklung bis zum infektiösen Stadium. 4-N-Chlorkresol ist wie bei Cryptosporidien zur Desinfektion des Terrariums geeignet, allerdings sollte es nur sehr vorsichtig und in Absprache mit dem behandelnden Tierarzt angewandt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Oxyurida (Pfriemenschwänze)====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Oxyure_ei.jpg|thumb|Oxyuren-Ei in Kotprobe (Nativpräparat), 400fach vergrößert - © A. Laube |300px]][[Bild:Oxyure_wurm.jpg|thumb|Bereits geschlüpfte Larven (2) in Kotprobe (Nativpräparat), 400fach vergrößert - © A. Laube |300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oxyuren sind die häufigsten Parasiten des Chamäleons, es kommen u.a. Parapharyngodon sp. vor. Die Infektion erfolgt oral über larvenhaltige Eier. Die infektiöse L3 schlüpft im Darm und entwickelt sich im Lumen desselben. Pathogen für Chamäleons sind Oxyuren an sich nur bei massivem Befall. Oxyuren sind stark wirtsspezifisch. Eine endogene Autoinfektion ist möglich („das Tier reinfiziert sich selbst“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Capillaria (Haarwürmer)====&lt;br /&gt;
Haarwürmer infizieren das Chamäleon oral mit Eiern, aus denen infektiöse L1 schlüpfen. Die Eier entwickeln sich nur bei  hoher Feuchtigkeit und etwa 20-24°C. Bei einigen Arten nehmen Regenwürmer die Eier auf, die L1 schlüpft, wandert ins Gewebe des Wurms und entwickelt sich erst dort zur für den Endwirt infektiösen Larve. Capillaria leben im Dünndarm von Echsen und werden bis 8cm lang. Die Eier überleben Temperaturschwankungen bis -7°C und +12°C über zwei Wochen gut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Amöben===&lt;br /&gt;
Die Infektion erfolgt durch die orale Aufnahme von Zysten aus dem Kot. Im Dickdarm entwickelt sich die Zyste zum Trophozoiten und vermehrt sich, einige werden zu Zysten und verlassen den Wirt. Interessant für Chamäleons ist nur die hochinfektiöse Art Entamoeba invadens. Die Amöben leben im Dickdarm und dringen in die Darmwand ein. Das Chamäleon kann davon schwere blutige Darmentzündungen bekommen, die widerum zu Abmagerung und Austrocknung führen; teilweise wird der Darm bis zur Kloake nekrotisch.  Über das Blut gelangen die Amöben an Organe (vor allem Leber und Nieren) und führen dort ebenfalls zu Entzündungen, Geschwüren und Nekrosen. Die gesamte Erkrankung nennt man Amöbiasis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei immunkompetenten Tieren kann die Infektion im Darmlumen verbleiben und ohne Symptome vorübergehen, Stress induziert jedoch Symptome.  Da  Entamoeba invadens sich optimal bei 27-29°C Körpertemperatur entwickelt, ist keine Übertragung auf den Menschen (oder andere Warmblüter) möglich. Die Zysten überleben mindestens acht Tage im Erdboden und können durch Futterinsekten oder Gegenstände verschleppt werden. Eine Desinfektion ist mit kochendem Wasser möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ektoparasiten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Acari (Milben und Zecken)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Chamwiki_ixodes.jpg|thumb|Schildzecke (Nymphe), 40fach vergrößert - © A. Laube |200px]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Milben und Zecken gehören zu den Spinnentieren und entwickeln sich aus einem Ei zur Larve und über eine bestimmte Zahl von Nymphen zum adulten Parasiten. Die Larven haben drei Beinpaare, die adulten vier. Bei einigen Arten schlüpft bereits eine  Nymphe aus dem Ei. Zwischen den verschiedenen Stadien liegt jeweils eine Häutung sowie eine Blutmahlzeit. Acari sind eher selten bei Chamäleons anzutreffen, ein Befall kommt vor allem in der Natur vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Milben====&lt;br /&gt;
Milben sind beißend-saugende Spinnentiere, die sich am liebsten um die Augen, in den Achseln, im Rückenkamm und am Schwanzansatz eines Chamäleons aufhalten. Die meisten Milben sind 0,2-2 mm groß und dunkelbraun bis rötlich gefärbt. Vermutlich handelt es sich um Trombiculiade, dies ist aber bisher nicht gesichert. Man kann sie mit bloßem Auge bei genauem Hinschauen oder mit einer Lupe gut erkennen. Bei sehr starkem Befall kann es zur Anämie (&amp;quot;Blutarmut&amp;quot;) kommen, auch Juckreiz kommt vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Zecken====&lt;br /&gt;
An Echsen sitzen meistens Zecken der Gattung Ixodidae (Schildzecken), die ein Rückenschild aus Chitin besitzen. Mit dem Haller’schen Organ in den Tarsen des ersten Beinpaares kann die Zecke potenzielle Wirte erkennen. Die Entwicklung der Schildzecken erfolgt über das Ei, ein Larven- und ein Nymphenstadium zum adulten Tier. Nach einer Blutmahlzeit kann die Zecke eine lange Hungerphase überleben, Larven und Männchen einiger Arten kommen ohne Blut aus. Vollgesogene Weibchen können bis zu 3cm lang werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeckenbefall kann bei Außenhaltung auftreten, scheint in der Chamäleonhaltung aber eine untergeordnete Rolle zu spielen. Bereits festsitzende Zecken kann man vorsichtig per Pinzette oder Zeckenhaken entfernen, danach desinfiziert man die Einstichstelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Prophylaxe==&lt;br /&gt;
Wichtigste Vorsorge  für ein parasitenfreies Chamäleon sind die Quarantäne beim Einzug des Tieres sowie regelmäßige Kotproben.  Insbesondere bei Wildfängen ist immer mit Parasitenbefall zu rechnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kot und Urat sollte stets aus dem Terrarium entfernt werden (es sei denn, die Entsorgung wird bereits durch den lebendigen Bodengrund übernommen). Im Übrigen ist Hygiene im Umgang mit Reptilien oberstes Gebot, insbesondere wenn mehrere Tiere in einem Haushalt leben (z.B. sollten nicht alle Reptilien mit der gleichen Pinzette gefüttert werden). Grundsätzlich ist zu bemerken, dass Parasiten oft erst durch z.B. Stress zu Erkrankungen führen. Eine optimale Haltung ist also gerade bei Chamäleons die beste Vorsorge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kotuntersuchung===&lt;br /&gt;
[[Bild:Kotprobe.jpg|thumb|Behältnis zum Einsenden neben Kotprobe und Urat - © A. Laube |250px]] &lt;br /&gt;
Viele Parasitenstadien sind im Kot der Tiere nachweisbar. Eine regelmäßige Abgabe von Kot des Chamäleons zur Untersuchung bei speziellen Labors (z.B. Exomed) oder beim reptilienkundigen Tierarzt ist daher eine sinnvolle Vorsorge. Abgegeben wird möglichst frischer Kot in einem dichten Behältnis. Der Urat (der weiße Teil, der am Kot klebt) muss nicht mit eingesandt werden. Beim Tierarzt kann, sollte kein Kot auffindbar sein, auch eine Darmspülprobe genommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wichtig: Wurde nichts im Kot gefunden, bedeutet das nicht automatisch, dass das Tier frei von Parasiten ist! ''' Einige Parasiten(stadien) werden nicht durchgehend über den Kot ausgeschieden. Eine einzige Kotprobe reicht also nicht aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quarantäne===&lt;br /&gt;
Eine Quarantänezeit sollte für jedes aus fremden Bestand gekaufte Tier eingehalten werden, dessen Parasitenstatus unklar ist.  J. D. Mader empfiehlt zur effektiven Quarantäne 12 Wochen in isolierter Einzelhaltung. Dazu sollte ein luftiges Terrarium mit austauschbaren Ästen für das Chamäleon eingerichtet werden, als leicht austauschbarer Bodengrund eignen sich Zeitungen. Die Zeitungen und anfallender Kot werden täglich gewechselt. In Quarantäne befindliche Tiere sollten immer eigene Fütterungsutensilien etc. bekommen, um bereits im Bestand befindliche Tiere nicht mit potenziellen Parasiten zu infizieren. Leben noch mehr Reptilien im Haushalt, sollte das in Quarantäne befindliche Tier in einem Raum ohne andere Reptilien untergebracht werden, der Pfleger sollte sich außerdem nach jedem Kontakt mit dem Tier Hände waschen und desinfizieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Quarantäne werden mehrere Kotproben (mindestens drei) abgegeben und das Tier gut beobachtet. Erst wenn alle Kotproben ohne Befund sind, das Tier offensichtlich fit ist, Futter aufnimmt und Kot absetzt, wird das Chamäleon in den &amp;quot;normalen&amp;quot; Bestand überführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
* John Douglas Mader, Reptile medicine and surgery, 2nd edition, Elsevier Inc., Missouri 2006 &lt;br /&gt;
* Johannes Eckert, Karl Theodor Friedhoff, Horst Zahner, Peter Deplazes ; Lehrbuch der Parasitologie für die Tiermedizin, 2. Auflage, Enke Verlag, Stuttgart 2005&lt;br /&gt;
* Kornelis Biron, Cryptosporidien bei Reptilien, 2009, www.cryptosporidien.de&lt;br /&gt;
* Dr. Berenicke Störer – Parasiten bei Reptilien, http://www.reptilien-arzt.de/fileadmin/pdf/parasiten_bei_reptilien.pdf&lt;br /&gt;
* Dr. Nikola Pantchev - Vortrag &amp;quot;Parasitenbefall bei Chamäleons&amp;quot; auf der Tagung der AG Chamäleons 2010&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Alexl</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.chamaeleons-online.com/wiki/Tarnung</id>
		<title>Tarnung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.chamaeleons-online.com/wiki/Tarnung"/>
				<updated>2010-03-09T16:27:56Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mambo: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Im Bereich der Tarnung sind Chamäleons Naturtalente. Wenn Gefahr lauert, wird der ganze Körper eingesetzt, um möglichst wenig aufzufallen. Meistens ist die Tarnung so gut, dass Vögel, Schlangen und auch Menschen sie nicht wahrnehmen.&lt;br /&gt;
Chamäleons betreiben aber nur so viel Aufwand wie nötig ist.&lt;br /&gt;
Bei kleiner Gefahr ziehen sie nur ihren Bauch ein.&lt;br /&gt;
Bei großer Gefahr wird sich so gut wie möglich versteckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Farbe==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chamäleons benutzen ihre Farbänderung hauptsächlich um ihre Gefühle auszudrücken, oder um für ein Weibchen zu werben.&lt;br /&gt;
Dennoch verändern sie ihre Farbe auch um sich zu tarnen.&lt;br /&gt;
Diese Veränderung geschieht in dieser Situation in Millisekunden.&lt;br /&gt;
Sie können aber nur bestimmte Farbnuancen annehmen. Ihre Farben sind an ihr Verbreitungsgebiet angepasst. Am Boden lebende Chamäleons besitzen eine eher bräunliche Tarnung. Chamäleons, die auf Bäumen leben, sind meist in grünlichen Abstufungen getarnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Augen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Augen]] spielen bei der Tarnung eine wichtige Rolle. Sie können damit nicht nur sehr weit sehen, sondern die Augen auch um 360 Grad drehen. So müssen sie keine großen Bewegungen machen, um die mögliche Gefahr im Blickfeld zu haben.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mambo</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.chamaeleons-online.com/wiki/Furcifer_verrucosus</id>
		<title>Furcifer verrucosus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.chamaeleons-online.com/wiki/Furcifer_verrucosus"/>
				<updated>2010-02-06T22:13:27Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Robster76: verfasst von Ines2107 angepasst und eingestellt von robster76&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Vorlage:Artenbox|Bild1=[[Image:Verumann.JPG|thumb|300px|center|''Furcifer verrucosus'' ♂]]|Bild2=[[Image:Verufrau.JPG|thumb|300px|center|''Furcifer verrucosus'' ♀]]|nach=[[CUVIER]], 1829|Gattung=''[[Furcifer]]''|Artname=''verrucosus''|Unterart=''verrucosus'' &amp;amp; ''semichristatus''|Trivial=Warzenchamäleon}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''[[Furcifer verrucosus]]'' (zu deutsch: das Warzenchamäleon) wurde erstmals 1829 vom französischen Naturforscher [[Georges Cuvier]] beschrieben. Im Jahre 1894 beschrieb der deutsche Zoologe [[Oskar Boettger]] die Art ''[[Furcifer verrucosus|Chamaeleo semichristatus]]'', welche 1966 von [[Robert Mertens|Prof. Dr. Robert Mertens]] als Unterart von ''[[Furcifer verrucosus|Chamaeleo verrucosus]]'' eingestuft wurde. [[Wolfgang Böhme]] und [[Charles Klaver]] stellten 1986 schließlich beide Unterarten in die Gattung ''[[Furcifer]]''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aussehen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Männchen von ''[[Furcifer verrucosus]]'' können eine maximale Gesamtlänge von ca. 50 cm erreichen und gehören damit zu den größten Vertretern der Chamäleons auf Madagaskar. Weibchen bleiben mit einer maximalen Gesamtlänge von 35 cm deutlich kleiner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei männlichen Tieren fällt der massige Kopf mit relativ hohem Helm und seiner groben Beschuppung auf. Auf dem kräftigen Körper, der jedoch von den Tieren extrem abgeflacht werden kann, befindet sich ein stark ausgeprägter Rückenkamm, der sich bis auf den Schwanz zieht. Bei Weibchen ist dieser nur in Form weniger Schuppen im Nacken zu finden. Ebenfalls ist der Helm weniger stark ausgeprägt als bei Männchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Furcifer verrucosus verrucosus===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Furcifer verrucosus verrucosus''''' stellt auch farblich eine sehr attraktive Art dar. Weibchen verfügen über eine teilweise intensive Rot- und Braunfärbung. In der Kehlregion fällt bei Jungtieren ein deutlicher gelber Fleck auf, welcher jedoch mit zunehmendem Alter verblasst. Bei Trächtigkeit nehmen die Weibchen an Kopf und Körper eine leuchtende Rotfärbung an.&lt;br /&gt;
Männliche Tiere bestechen durch verschiedenste Grüntöne, die von einem leuchtenden Gelbgrün bis zu einem kräftigen Türkis reichen. Unterbrochen wird die Färbung durch den weißen Lateralstreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Furcifer verrucosus semicristatus===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Männchen dieser Unterart unterscheiden sich rein äußerlich von denen der Nominatform in:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* der Grundfärbung. Es sind mehr rötliche, aber keine grünlichen oder bläulichen Farbtöne vorhanden.&lt;br /&gt;
* dem schmaleren Körperbau und&lt;br /&gt;
* dem proportional größeren Rückenkamm, der sich weit auf den Schwanz zieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Merkmale des weiblichen Holotypus der Unterart, die bei der Erstbeschreibung herangezogen wurden, sowie die der weiblichen Tiere der Nominatform, konnten nicht zur Unterscheidung von Weibchen verschiedener Fundorte benutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lebensraum und Klima==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Furcifer verrucosus verrucosus''''' kommen beinahe auf ganz Madagaskar vor. Regelmäßig werden sie aber vor allem im Süden und Süd-Westen gefunden. Funde im Norden scheinen auf Verwechslungen mit ''[[Furcifer oustaleti]]'' und im Westen, besonders zwischen Morondava und [http://de.wikipedia.org/wiki/Tsingy_de_Bemaraha Tsingy de Bemaraha], mit ''[[Furcifer nicosiai]]'' zu beruhen.&lt;br /&gt;
Die Jahresdurchschnittstemperaturen liegen im Süden bei rund 24 °C und im Südwesten bei rund 25 - 27 °C. Der Sommer (ca. November - April) im Südwesten ist warm und feucht, im Gegensatz zum kalten, trockenen Winter (ca. Juni - September). Im November kommt es zu den ersten starken Regenfällen, die dann immer häufiger werden. Die jährlichen Niederschlagsmengen liegen bei 300 bis 800 mm. Diese können jedoch auch ganz ausfallen, was unter der Bevölkerung durch die entstehenden Ernteausfällen zu Hungersnöten führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Haltung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Warzenchamäleons''' sind Tiere, die durchaus für Anfänger in der Chamäleonhaltung geeignet sind, wenn bereits allgemeine Terraristikkenntnisse vorhanden sind. Das benötigte Klima kann auch gut in normalen Wohnräumen gestaltet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für ein Männchen sollte ein Terrarium von etwa 120 cm Breite und Höhe und einer Tiefe von 80 cm zur Verfügung gestellt werden. Durch eine gute Bepflanzung werden Rückzugsmöglichkeiten für die Tiere geboten. Untereinander wurde bei den Tieren, außer während der Trächtigkeit, kein Stress beobachtet. Sogar etwa gleich große andere Reptilien waren für die Chamäleons kein größeres Problem. Das Verhalten sollte man trotzdem regelmäßig beobachten und beim Auftreten von Stresssymptomen sofort eingreifen. Eine Gruppenhaltung von einem männlichen und mehreren weiblichen Tieren ist nur außerhalb der Trächtigkeit möglich, da die Weibchen besonders andere weibliche Tiere in dieser Zeit nicht dulden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundtemperatur sollte tagsüber bei 25 – 27 °C betragen, nachts sinken die Temperaturen auf 18 – 20 °C ab. Sonnenplätze mit einer Temperatur über 30°C werden zum Aufwärmen gerne aufgesucht. Im Winter liegen die Temperaturen ca. 3°C unter den Sommertemperaturen.&lt;br /&gt;
Zweimal täglich sollte kräftig gesprüht werden, dem entsprechend bewegt sie die Luftfeuchtigkeit zwischen 60 und 90%. Sich bildende Tropfen werden von den Tieren dann von den Blättern geleckt.&lt;br /&gt;
''[[Furcifer verrucosus]]'' ist eine ruhigere Chamäleonart, die aber meist nicht ganz so „zutraulich“ reagiert wie etwa ''[[Furcifer pardalis]]''. Sie zeigt dennoch wenig Angst und ist gut zu handhaben.&lt;br /&gt;
Über das Lebensalter können noch keine sicheren Angaben gemacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zucht==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es empfiehlt sich, Weibchen und Männchen nur zur Paarungzeit zusammen zu lassen, da sonst ein Gewöhnungseffekt aufzutreten scheint. Ein Zusammenhang zwischen den Jahreszeiten und der Paarungszeit konnte bei der Terrarienhaltung nicht festgestellt werden. Die Eier werden zu jeder Jahreszeit abgelegt.&lt;br /&gt;
Sobald das Weibchen eine kräftige Rotfärbung annimmt, die von der Kehle ausgehend bis zu 2/3 des Körpers einnehmen kann, sollte es einzeln gesetzt werden und eine zusätzliche Versorgung mit Kalzium stattfinden um Mangelerscheinungen während der Trächtigkeit vorzusorgen. Die Tragzeit dauert (geschätzte) 8 – 10 Wochen, bis das Weibchen beginnt tiefe Gänge zu graben. Dies findet spätestens auch 6 Wochen nach der Rotfärbung statt. Als Ablagesubstrat hat sich feuchter Sand bewährt. Ein geringer Lehmanteil gibt den Gängen die notwendige Stabilität um nicht einzustürzen. In diesem Gang verbleiben die Weibchen manchmal mehrere Tage. Nach der Ablage wird der Gang akribisch zu gegraben und der Eingang mit Kopfstößen angedrückt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eizahl liegt ca. zwischen 19 und 39 Stück. Die befruchteten Eier haben etwa eine Größe von minimal 9 x 6 mm und maximal 13 x 10 mm. Bis zum Schlupf wachsen sie auf bis zu 20 x 14 mm an. Unbefruchtete Eier sind deutlich kleiner und teilweise gelb verfärbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bei Temperaturen von 26 – 28 °C tagsüber und 21 – 23 °C in der Nacht schlüpfetn die Jungtiere nach etwa 10 Monaten. &lt;br /&gt;
* Bei konstanten Temperaturen von 27°C betrug die Entwicklungszeit ebenfalls 10 Monate.&lt;br /&gt;
* Wenn im fünften Monat eine Kühlphase bei Raumtemperatur (19 – 23 °C) für sechs Wochen eingelegt wird, begann der Schlupf schon nach 9 Monaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jungtiere haben nach dem Schlupf eine durchschnittliche Kopf-Rumpf-Länge von 26,7 mm. Das Geschlecht kann sehr früh an dem sich entwickelnden Rückenkamm festgestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aufzucht der Jungtiere==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jungtiere können in Gruppen von 4 – 5 Tieren in einem Becken von 60 x 40 x 60 cm (LxBxH) unter den gleichen Bedingungen wie bei adulten Tieren erfolgen. Es gilt jedoch zu beachten, dass die Temperaturen nicht höher als 27 °C sein sollten. Da dies zu hohen Verlusten führen würde.&lt;br /&gt;
Ab einem Alter von etwa 4 Monaten sollte aufgrund der entstehenden Rivalitäten eine Einzelaufzucht erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* N. Lutzmann &amp;amp; S. Esser (2009): Haltung und Zucht des Warzenchamäleons, Furcifer verrucosus verrucosus (CUVIER, 1829). - SAURIA, Berlin, 2009, 31 (3): 17-23&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* www.madainfo.de (Durchschnittstemperatur und Niederschlagsmenge im Süden Madagaskars)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Cuvier, G. (1829): Le Regne Animal Distribué, d'apres son Organisation, pur servir de base à l'Histoire naturelle des Animaux et d'introduction à l'Anatomie Comparé. Nouvelle Edition [second edition]. Vol. 2. Les Reptiles. Déterville, Paris, i-xvi, 1-406&lt;br /&gt;
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* Boettger, O. (1894): Diagnosen eines Geckos und eines Chamaeleons aus Süd-Madagascar. Zool. Anz. 17: 137-140.&lt;br /&gt;
* Andersson, L. G. (1910): Reptiles and batrachians from the north-west of Madagascar collected by V. Kaudern, 1906-1907. Arkiv för Zoologi 7 (7): 1-15.&lt;br /&gt;
* Klaver, C. &amp;amp; Böhme, W. (1986): Phylogeny and classification of the Chamaeleonidae (Sauria), with special reference to hemipenis morphology. Bonn. zool. Monogr., 22: 1-64.&lt;br /&gt;
* Glaw, F. &amp;amp; Vences, M. (1994): A Fieldguide to the Amphibians and Reptiles of Madagascar. Vences &amp;amp; Glaw Verlag, Köln ISBN 3-929449-01-3&lt;br /&gt;
* Klaver, C. &amp;amp; Böhme, W. (1997): Chamaeleonidae. Das Tierreich, 112: XIV, 1-85&lt;br /&gt;
* Raxworthy, C.J.; E. Martinez-Meyer; N. Horning; R. A. Nussbaum; G. E. Schneider; M. A. Ortega-Huerta &amp;amp; A. T. Peterson (2003): Predicting distributions of known and unknown reptile species in Madagascar. Nature 426: 837 - 841&lt;br /&gt;
* Necas, P. (2004): Chamäleons - Bunte Juwelen der Natur. Edition Chimaira, Frankfurt; 348 pp.; ISBN 3-930612-02-X&lt;br /&gt;
* Van Beest, Piet (2004): Herpetologische waarnemingen op Madagascar - deel 2: Fianarantsoa en verder naar het zuiden. Lacerta 62 (3): 92-103&lt;br /&gt;
* De Vries, J. (2005): Furcifer verrucosus semicristatus - Lelijke kameleon?. - De kameleon, Verenigingsblad van de kameleonvereniging nederland, 2005 (4): 10-15.&lt;br /&gt;
* van Hoof, J. et al. (2006) Kameleons, een fascinerende hobby. Lacerta 64 (5-6): 1-96&lt;br /&gt;
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* Karsten, K. B.; L. N. Andriamandimbiarisoa, S. F. Fox &amp;amp; C. J. Raxworthy (2009): Social Behavior of Two Species of Chameleons in Madagascar: Insights Into Sexual Selection. Herpetologica 65 (1): 54-69&lt;br /&gt;
* N. Lutzmann &amp;amp; S. Esser (2009): Haltung und Zucht des Warzenchamäleons, Furcifer verrucosus verrucosus (CUVIER, 1829). - SAURIA, Berlin, 2009, 31 (3): 17-23&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Robster76</name></author>	</entry>

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